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30. November 2009 18:26 Uhr
Studierendenprotest weitet sich aus
Freiburger PH-Studenten besetzen Aula
Der Studentenprotest in Freiburg weitet sich aus: Die Vollversammlung der Pädagogischen Hochschule (PH) hat beschlossen, bis auf Weiteres die Aula zu besetzen und sich somit den Besetzern des Audimax der Universität anzuschließen.
Die Besetzer des größten Hörsaals der PH haben ein umfangreiches Forderungspapier erarbeitet, das sie noch ergänzen wollen. Dazu haben sie Arbeitskreise gebildet. Sie betonen ausdrücklich, dass sich ihr Protest weniger an PH-Rektor Ulrich Druwe, von dem sie sich nicht vertreten fühlen, richtet, sondern an Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) und den designierten Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU).
Die protestierenden Studierenden kritisieren unter anderem, dass an den baden-württembergischen PHs ein Großteil der Lehrerabordnungen – Lehrer mit Schulunterrichtserfahrung, die an der PH in der Lehre eingesetzt werden – gestrichen wird.
QUALITÄTSVERLUST BEFÜRCHTET
An der PH Freiburg wird das Geld für diese Lehrkräfte nach Aussage von Tom Peters, Vorstand des unabhängigen Studierendenausschusses Usta, von 1,3 Millionen Euro auf 200.000 Euro zurückgefahren. Dies bedeute einen massiven Qualitätsverlust.
Die Studenten kritisieren auch, dass die Finanzierung der Pädagogischen Hochschulen stetig heruntergefahren werde. "Wir als Vollversammlung klagen an, dass die Landesregierung den Solidarpakt II bricht", so Peters.
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Zum Auftakt der Besetzung soll am Montagabend eine Party in der besetzten Aula stattfinden; rund 200 Besetzer wollen in der Aula übernachten. Zuletzt hatten PH-Studenten im Februar dieses Jahres das Rektorat besetzt und vergeblich die Abschaffung von Studiengebühren gefordert.
Autor: Frank Zimmermann
