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09. Dezember 2009
Uni fordert ein Ende der Besetzung
Uni nimmt Stellung zu Forderungen der Studierenden / Studierende entscheiden am Donnerstag
Auch an der Freiburger Uni wird über die Forderungen der Studierenden diskutiert – nur ist man hier schon einen Schritt weiter als an der Pädagogischen Hochschule (siehe oben): Seit gestern liegt die 32-seitige schriftliche Stellungnahme des Rektorats vor. Die Unileitung erwartet nun, dass die Studenten "die Besetzung unverzüglich aufgeben".
Die Besetzer des Audimax hatten dem Rektorat am 25. November einen ausführlichen Forderungskatalog übergeben – und als "Deadline" zur Beantwortung Montag dieser Woche genannt. Da die Stellungnahme am Dienstagmorgen noch nicht vorlag, drohten rund 30 Studierende mit einer Besetzung des Rektorats, wo sie mit Frühstück und Kaffeemaschinen auftauchten. Nach einigen Debatten erhielten sie die soeben fertiggestellten Antworten der Hochschulleitung und zogen wieder ab. Man habe kurzfristig nachgereichte Forderungen der Besetzer mitberücksichtigen wollen, erklärte Prorektor Heiner Schanz die Verzögerung.
In seiner Stellungnahme begrüßt das Rektorat "die kritische Auseinandersetzung von Studierenden mit ihrer Studiensituation an ihrer Universität und den politischen Rahmenbedingungen" und macht Angebote zur Zusammenarbeit, etwa bei der Verbesserung der neuen Studiengänge oder der Entwicklung neuer Formen studentischer Interessenvertretung. Das Papier verweist aber auch auf die begrenzten Gestaltungsspielräume der Universität.
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Schanz forderte die Protestierer auf, die Stellungnahme des Rektorats, die ab heute auf der Uni-Homepage nachzulesen sein soll, gründlich zu studieren – und "die Angemessenheit ihrer Protestformen zu überprüfen." Ein Ultimatum für das Ende der Besetzung formulierte Schanz aber nicht. Besetzer Clemens Weingart begrüßte, dass das Rektorat nun Stellung beziehe. Das Papier werde im Plenum und am Donnerstagabend auf einer Vollversammlung diskutiert: "Dann werden wir autonom entscheiden, ob wir gehen oder nicht."
Autor: Thomas Goebel
