Markt-Querelen

Freiburgs Beschicker sind empört über Verlegungen des Münstermarkts

Simone Lutz

Von Simone Lutz

Mi, 03. Januar 2018 um 09:30 Uhr

Freiburg

Freiburgs Marktbeschicker sind sauer: Immer mehr Veranstaltungen werden, so sagen sie, grundlos auf den Münsterplatz verlegt, sodass ihre Stände weichen müssen.

"Wir sind fassungslos, was die FWTM da macht", sagt Mirjam Kost, die mit ihrem Pflanzenstand direkt vor dem Hauptportal des Münsters steht – und dem gesamten Beirat der Marktbeschicker aus der Seele spricht. "Eine Frechheit", pflichtet ihr Klaus Friderich von der Sasbacher Gärtnerei Friderich bei; "man wird immer vor vollendete Tatsachen gestellt", meint Wilfried Hiss vom gleichnamigen Brunnenhof in Eichstetten, und "immer mehr Veranstaltungen werden ohne Not auf den Münsterplatz verlagert", ärgert sich auch Thomas Meier vom gleichnamigen Wurststand. Als Termin für den Gesundheitsmarkt sind Freitag, 13., und Samstag, 14. Juli, vorgesehen.

Den Marktbeschickern missfällt das Ganze aus mehreren Gründen. Juli sei die beste Zeit für den Verkauf, jeder Tag, der ausfällt, bedeute einen wirtschaftlichen Schaden, sagen sie. Immer öfter müssten sie mit ihrem Markt Veranstaltungen weichen, die eher für Touristen interessant seien – wie Weinfest oder Wissenschaftsmarkt der Uni. Die Stände, die auf die Kaiser-Joseph-Straße ausgelagert werden, beklagen Umsatzeinbußen, andere Standbetreiber kommen erst gar nicht. "Beim Wissenschaftsmarkt hatte ich geschlagene zwei Stunden lang keine Kunden", sagt Mirjam Kost, "ich kam mir vor wie touristisches Beiwerk."

Marktbeschicker bangen um starke Einnahmen im Juli

Das grundsätzliche Problem aber sei die Kommunikation mit der FWTM. Zwar sei der neue Gesundheitsmarkt in der letzten Beiratssitzung im September angesprochen worden, doch von der Entscheidung habe man erst aus der Zeitung erfahren. "Dabei gibt es in Freiburg bei Gott genügend Möglichkeiten", so Klaus Friderich. Die Beschicker schlagen vor, den Gesundheitsmarkt in den Messehallen zu lassen oder die Zelte auf dem Platz der Alten Synagoge aufzubauen.

Die FWTM ist bis zum 8. Januar nur unregelmäßig besetzt, deshalb gab es dort keine Stellungnahme zu den Vorwürfen.

Mehr zum Thema: