Basketball

Freiburgs Korbjägerinnen erreichen die Playoffs

Georg Gulde

Von Georg Gulde

So, 10. Februar 2019 um 19:20 Uhr

USC Eisvögel

Die Basketballerinnen des USC Freiburg stehen in den Playoffs. Durch einen 90:74-Erfolg gegen Mit-Aufsteiger Braunschweig erreichen sie dieses Ziel bereits nach dem 16. von 20 Hauptrundenspielen.

Eintracht Braunschweig, das kann man ohne Widerspruch behaupten, ist der Lieblingsgegner der Eisvögel in dieser Saison. Denn gegen keine andere Mannschaft haben sie in dieser Spielzeit so oft gewonnen oder werden so oft gewinnen wie gegen die Norddeutschen. Nach dem Auswärtssieg in der Hinrunde und einem klaren Erfolg im Pokal-Viertelfinale triumphierten die Breisgauerinnen am Sonntagnachmittag bereits zum dritten Mal gegen die Eintracht. Selbst wenn sie beim Pokal-Endturnier (Top Four) auf die Mannschaften aus Herne oder Marburg treffen, können die Südbadenerinnen gegen die beiden Erstliga-Spitzenteams nicht mehr dreimal in dieser Saison gewinnen – weil sie bereits in der Bundesliga-Vorrunde verloren hatten.

Eine disziplinlose Gästespielerin

Nachdem Braunschweig zuletzt mit einem Sieg nach Verlängerung bei Serienmeister Wasserburg für Aufsehen gesorgt hatte, war das USC-Team um Trainerin Hanna Ballhaus gewarnt. Schon vor der Partie war klar, dass die Gastgeber es in die Playoffs schaffen, wenn sie die Niedersachsen besiegen. Nach Anfangsschwierigkeiten (22:21 nach dem ersten Viertel) half den Eisvögeln eine Disziplinlosigkeit von Gästespielerin Janae Smith. In der 18. Minute foulte sie beim Stand von 33:29 für den USC zum dritten Mal, beschwerte sich bei den Schiedsrichtern und zog damit das vierte Foul nach. Bei fünf Fouls muss im Basketball eine Spielerin das Feld verlassen. Trainer Peter Kortmann wechselte die US-Centerin aus.

Fortan besaßen die Breisgauerinnen ein Übergewicht unter dem Korb. Und da sie zwölf Spielerinnen einsetzen konnten, während Braunschweig nur neun Spielerinnen aufbot, von denen die eine oder andere kein Erstliganiveau besitzt, setzten sich die Eisvögel vor der beachtlichen Kulisse von 1100 Zuschauern immer weit ab. Mit 46:36 führten sie zur Halbzeit. Und nach dem dritten Viertel war die Partie entschieden (66:48), zumal das Braunschweiger Häuflein der Aufrechten immer geringer wurde, weil Smith und Margaret Mulligan sieben Minuten vor dem Ende jeweils ihr fünftes Foul kassierten. Zehn der zwölf Freiburger Korbjägerinnen punkteten, wobei Kelly Moten nie zu stoppen war und mit 33 Punkten einen Saisonbestwert aufstellte.

"Ich bin sehr froh, dass wir die Playoff-Teilnahme so früh geschafft haben. Das war das Ziel heute – und wir haben es geschafft", sagte USC-Trainerin Ballhaus.

Eisvögel nächstes Wochenende spielfrei

Sie kann nun mit ihrem Team eine Woche pausieren. Denn durch den Rückzug von Bad Aibling sind die Eisvögel am kommenden Wochenende spielfrei .