Nach der Gruppenvergewaltigung

Freiburgs OB Horn will, dass straffällige Flüchtlinge leichter abgeschoben werden können

dpa, BZ

Von dpa & BZ-Redaktion

Do, 08. November 2018 um 21:11 Uhr

Freiburg

Straffällige Asylbewerber sollen "ihren Schutzstatus verlieren", fordert Martin Horn. Und er will Abschiebeerleichterungen. Der BZ hatte er das auch schon gesagt – den Satz dann aber wieder zurückgezogen.

Nach der Gruppenvergewaltigung in Freiburg hat OB Martin Horn (parteilos) eine härtere Gangart gegenüber straffälligen Flüchtlingen gefordert. "Die Botschaft muss sein, dass Leute ihren Schutzstatus verlieren, wenn sie solche Taten begehen und sich nicht an unsere Gesetze halten", wird Horn von der Onlineausgabe der Welt zitiert.

Gegebenenfalls müsste über Abschiebeerleichterungen nachgedacht werden. "Gleichzeitig müssen wir unsere vorhandenen Strukturen – Polizei, Justiz, Staatsanwaltschaft – so stärken, dass konsequenter und schneller gehandelt wird."

Stuttgart sieht Handlungsbedarf

Mitte Oktober ist eine 18 Jahre alte Studentin in Freiburg nach einem Discobesuch von mehreren Männern vergewaltigt worden. Sieben Syrer und ein Deutscher sitzen als Tatverdächtige in U-Haft. Sowohl Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) als auch Innenminister Thomas Strobl (CDU) sehen Handlungsbedarf im Umgang mit problematischen Asylbewerbern.

Horn hatte sich zu möglichen Abschiebeerleichterungen vergangene Woche auch bereits in einem BZ-Interview geäußert, diesen Satz aber dann bei der Autorisierung wieder zurückgezogen.

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