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10. Mai 2012
Mit der Kraft der Sonne gebraut
Privatbrauerei Rogg bringt ein Bio Hefe-Weißbier und ein Solarbier auf den Markt.
LENZKIRCH (rys). Die wachsende Nachfrage nach Bio-Produkten aus ökologischem Anbau sowie die vor Jahren rund um die eigenen Braukessel eingeleitete Energiewende, haben der Privatbrauerei Rogg zu zwei neuen Produkten verholfen: Roggs Bio Hefe-Weißbier und dem "mit der Kraft der Sonne" gebrauten Solarbier.
Handwerkliche Braukunst vermischt mit heimischen Produkten aus ökologischem Anbau sowie Schwarzwälder Quellwasser und im Schon-Koch-Verfahren gebraut, liegen dem jüngsten Kind der Brauerei Rogg zugrunde. Mit dem direkten Konktakt zu Hopfen-, Gersten- und Weizenbauern "möchte ich einen Trend setzen und die Erzeuger mit ins Boot holen", meint Braumeister Joachim Rogg. Für das Bio Hefe-Weißbier, das jetzt auf den Markt kommt, startete die Rogg-Brauerei über einen Bio-Großhändler in Freiburg einen Verkaufsversuch und dies mit guter Resonanz. Rogg ist sich sicher, dass nicht nur das Bio-Klientel in Freiburg und Umgebung ein nach ökologischen Grundsätzen gebrautes Hefe-Weißbier zu schätzen weiß. Auch für die Gastronomie, die auf regionale Produkte setzt, könnte es attraktiv sein. Sein jüngstes Kind in der Bierfamilie lässt Braumeister Rogg nach altbayerischer Methode in der Flasche gären, so wie Champagner auch. Das tue dem Aroma gut. Allzugroße Wachstumsraten verspricht sich die Brauerei Rogg davon nicht. Der Prokopfverbrauch an Bier in Deutschland liegt bei 100 Litern im Jahr. In den 1990er-Jahren lag er noch bei 148 Litern. "Wir wollen lieber fein und regional bleiben", so Rogg.
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Ein Geburtshelfer beim Solarbier ist die Technische Universität München-Weihenstephan, Abteilung Umwelttechnik, die das Label "Solarbier, gebraut mit der Kraft der Sonne", jährlich kontrollieren wird. Das Solarbier ist die logische Folge der vor Jahren begonnenen Energiewende in der Brauerei. Mittlerweile sind auf drei Gebäuden der Brauerei 340 Quadratmeter Photovoltaikanlagen installiert, die 46 Kilowatt Energie erzeugen. Außerdem sorgen fünf Blockheizkraftwerke für Energie und Wärme. Eine in Pfaffenhofen ansässige Innovations- und Marketinggesellschaft vergibt die Lizenz Solarbier an Brauereien, wenn diese konzeptionell auf erneuerbare Energien setzen. In Baden-Württemberg ist die Brauerei Rogg die zweite und in Baden die einzige Brauerei, die ein Solarbier auf den Markt bringen darf. Angesichts der Ausbeute auf den Sonnendächern, darf die Brauerei Rogg jedes vierte Bier als Solarbier auszeichnen.
Autor: rys



