Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

27. Februar 2010

Lust auf Asiatisches?

Kokos-Hühner-Suppe – mit Zutaten, die es in fast jedem gut sortierten Supermarkt gibt.

  1. Und oben drauf frischer Koriander: Kokossuppe mit Huhn Foto: stechl

Zum kulinarisch Spannendsten gehört für mich alles, was in asiatischen Suppentöpfen kocht. Bei der Vielfalt der Gewürze und den unterschiedlichsten Zutaten wie Gemüse, Huhn, Garnelen oder Fisch, kommt niemals Langeweile auf. Ein Klassiker ist die Kokossuppe mit Huhn.

Basis ist eine Hühnerbrühe, die vorzugsweise von einem ausgekochten Suppenhuhn stammt. Dieses wird abgewaschen, der fette Bürzel weggeschnitten, und dann wird es mit einem Lorbeerblatt, ein paar Pfefferkörnern und einer guten Prise Salz in einem Topf mit kaltem Wasser versenkt. Eineinhalb Stunden wird es ausgekocht. Das Fleisch ist danach kaum noch zu verwenden. Wer etwas für die Suppe retten will, trennt vor dem Kochen die Hühnerbrüste ab und gart sie später in der Brühe. Oder man kauft zusätzlich zum Suppenhuhn noch zwei Hähnchenschlegel, kocht diese eine halbe Stunde in der Suppe mit und hat dann saftiges und zartes Fleisch.

Von der Brühe benötigen wir für vier Personen rund einen Liter. Dazu kommt der Inhalt einer 400-Milliliter-Dose Kokosmilch. Und nun geht es an die Gewürze. Auch wenn man nicht in die vollen Regale eines Asia-Ladens greifen kann – die unerlässlichen, für eine Grundvariante aber auch völlig ausreichenden Zutaten gibt es fast überall.

Werbung


Wir brauchen: drei Stangen Zitronengras. Sie werden am dicken Ende geklopft, damit sie aufbrechen und ihr Aroma besser abgeben. Eine frische, scharfe Chilischote, die man, um die Schärfe zu aktivieren, längs halbieren kann. Zwei daumengroße Stücke frischer Ingwer werden geschält und in Scheiben geschnitten. Dann sollten vier Kaffir-Limettenblätter hinein. Wenn man diese nicht bekommt, nimmt man als Alternative eine halbe, in Schnitze zerteilte Bio-Limette mit Schale. Und dann noch ein paar Stängel frischer Koriander. Wenn das alles in der Brühe liegt, wird diese zwanzig Minuten geköchelt, dann haben die Gewürze ihr Aroma abgegeben. Nun wird mit dem Saft einer Limette, Pfeffer und Salz abgeschmeckt. Richtig original wird es allerdings erst dann, wenn wir statt Salz Fischsoße nehmen, zwei bis drei Esslöffel voll. Wer diesem Geschmack misstraut, nimmt nur einen Esslöffel und den Rest Salz. Das Aroma, das dieses Gewürz bringt, ist allerdings unvergleichlich.

Während die Suppe kocht, putzen wir zweihundert Gramm Zuckerschoten und schneiden sie zweimal quer durch, ferner 200 Gramm Steinchampignons, die halbiert oder geviertelt werden. Das Hähnchenfleisch wird in mundgerechte Stücke geschnitten. Eine kleine Dose Bambussprossen macht sich auch noch gut.

Nun geben wir die Zuckerschoten und das Hähnchenfleisch in die köchelnde Suppe, nach drei Minuten kommen die Champignons und die Bambussprossen dazu, und nach weiteren drei Minuten ist alles fertig, vorausgesetzt, wir mögen die Zuckerschoten und die Champignons knackig und nicht weichgekocht. Einkaufszettel (für vier Personen):

Brühe: Ein Suppenhuhn, ein Lorbeerblatt, ein paar Pfefferkörner, eine Prise Salz.

Suppengewürze: drei Stangen Zitronengras, ein scharfe Chilischote, zwei daumengroße Stücke frischer Ingwer, vier Kaffir-Limettenblätter oder eine halbe Bio-Limette, ein kleiner Bund frischer Koriander, Saft einer Limette, Pfeffer, Fischsoße oder Salz.

Suppeneinlage: Fleisch von zwei Hähnchenbrustfilets oder Hähnchenschlegeln, 200 Gramm Zuckerschoten, 200 Gramm Steinchampignons, eine kleine Dose Bambussprossen.

Autor: Hans-Albert Stechl