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30. Januar 2010

Quickie für Heißhungrige

Wer hätte das gedacht? Teigwaren, dicke Bohnen und Tomatensoße ergeben ein tolles Schnellessen für kalte Wintertage

  1. Einkaufen überflüssig: Alle Zutaten finden sich in der Vorratskammer. Foto: stechl

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Zur einfachen und traditionellen italienischen Landküche gehört eine Kombination, die uns auf den ersten Blick eher etwas seltsam anmutet: Dicke weiße Bohnen und irgendeine regionale Teigwarenspezialität kommen zusammen auf den Teller, dazu gibt es eine Soße, meistens auf Tomatenbasis, als verbindendes Element. Diese Mischung, sozusagen Kohlenhydrate hoch zwei und für kalte Wintertage genau richtig, schmeckt aber ganz ausgezeichnet. Und da nicht nur die dicken weißen Bohnen in aller Regel aus der Dose oder dem Glas kommen, sondern die Tomaten – jahreszeitlich bedingt – ebenso, ist dies ein typisches Schnellessen aus der Vorratskammer, wenn zum großen Einkauf keine Zeit mehr war.

Die Schalotten werden geschält und in grobe Streifen geschnitten und dann in einem Topf in Olivenöl glasig-goldgelb gedünstet. Während die Schalotten bei milder Hitze ein paar Minuten vor sich hin schmurgeln, streue ich einen gestrichenen Teelöffel Zucker darüber. Die Süße und der sich durch die Hitze entwickelnde Karamellgeschmack passen zu den Tomaten, die als nächstes in den Topf kommen, ganz prima. Man muss nur aufpassen und darf nicht allzu stark einheizen, damit der Zucker nur hell bräunt und nicht zu dunkel wird.

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Nun kippe ich den Inhalt einer Tomatendose dazu. Am praktischsten ist es, wenn man gleich stückige Tomaten kauft, aber auch die ganz normalen geschälten sind okay, man muss sie nur mit dem Kochlöffel zerstoßen. An Gewürzen kommen in den Topf: Salz, Pfeffer, ein Lorbeerblatt, eine Chilischote für die Schärfe, dazu Kräuter, die gerade zur Hand sind, wie Rosmarin und Thymian oder – noch typischer – Salbei. Ferner mindestens ein gehäufter Teelöffel Kapern. Die kleinen Mini-Kapern lasse ich ganz, große werden grob zerhackt. Und damit alles von einer erfrischenden Säure durchzogen wird, gebe ich noch einen Schnitz von einer Bio-Zitrone dazu sowie einen Esslöffel Zitronensaft. Diese Mischung darf nun 20 Minuten lang sanft köcheln, ohne Deckel auf dem Topf, damit sie ein bisschen reduziert und eine leicht sämige Konsistenz bekommt.

Die weißen Bohnenkerne – "Fagoli" heißen sie in Italien – werden aus der Dose in ein Sieb geschüttet und unter fließendem kaltem Wasser gründlich abgespült. Kleine bis mittelgroße Bohnenkerne passen übrigens besser zu diesem Gericht als die ganz großen Exemplare, die als "Gigantes" im Handel sind. Sie kommen erst ganz zum Schluss in die Tomatensoße, da sie ja schon fertig weichgekocht sind und nur noch erhitzt werden müssen. Nun muss ich nur noch den Zitronenschnitz herausfischen – und die Soße ist fertig.

Als Teigwaren nimmt man, was vorrätig ist. Meine Favoriten sind Mini-Penne. Eine Kelle davon in den Teller, und einen Schöpfer Tomatensauce darüber – und fertig ist ein köstliches vegetarisches Essen. Auf den sonst bei Nudeln mit Tomaten obligatorischen Reibekäse kann ich hier ohne weiteres verzichten.
Einkaufszettel
(für vier Personen):

Für die Soße:
Drei bis vier Schalotten,
Olivenöl zum Andünsten,
ein gestrichener Teelöffel Zucker,
eine große Dose geschälte Tomaten,
Salz, Pfeffer, ein Lorbeerblatt, eine Chilischote,
Kräuter (Rosmarin, Thymian, Salbei),
ein bis zwei gehäufte Teelöffel Kapern,
ein Esslöffel Zitronensaft,
ein Schnitz von einer Bio-Zitrone,
eine kleine Dose weiße Bohnen.
400 Gramm Mini-Penne.  

Autor: ste