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12. Dezember 2009
WEINKELLER: Champions in Rot
Weinbau und Fußball haben durchaus Gemeinsamkeiten. Eine davon ist, dass eine gute Qualität in der Breite in der Regel auch der Spitze zuträglich ist. Will sagen: Wo viele schon auf einem relativ hohen Niveau agieren, da steigen parallel auch die Chancen, dass immer wieder Einzelne den Weg ganz nach oben schaffen. Gerade was den badischen Spätburgunder betrifft, habe ich hier deshalb auch immer wieder angemahnt, im Mittelfeld der Liga auf eine weitere Steigerung der Qualität zu achten. Wobei man fairerweise sagen muss, dass die Spitzengruppe der badischen Spätburgunderwinzer schon jetzt von beachtlicher Größe ist. Und die Besten unter den sehr Guten können inzwischen auch im internationalen Vergleich bestehen. Doppelt schön ist, dass man dazu noch ein weiteres Phänomen beobachten kann, das das Handwerk des Winzers mit dem Fußballspiel verbindet: Bei beiden kann man verwirklichen, was gerne mal als amerikanischer Traum bezeichnet wird. Sprich: dass einer allein durch sein Engagement und seine Begabung den Weg unter die Besten schafft. Dass ein Einzelner mit seinem Erfolg dann auch noch auf die ganze Region abstrahlt und Werbung für sie bedeutet, haben die Winzer den Kickern voraus. Aber bevor ich hier jetzt noch mehr Werbung für die tollen Spitzenspätburgunder aus der Region mache, schlage ich vor: Probieren Sie doch einfach selber mal einen, jetzt an den anstehenden Festtagen zum Beispiel. Ich bin überzeugt, Sie werden schmecken, dass es sich lohnt, dafür auch mal ein bisschen mehr auszugeben. Und wenn ich Ihnen dabei keinen einzelnen Spätburgunder empfehle, dürfen Sie das als jetzt wirklich letztes Kompliment dafür lesen, was in diesem Bereich von vielen geleistet worden ist.
Der Autor ist Winzer, Kellermeister und Inhaber des Restaurants/Weinguts "Schwarzer Adler" in Oberbergen, Kaiserstuhl.
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Autor: Fritz Keller
