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24. Dezember 2009

WEINKELLER: Prickelndes zum Abschied

  1. Foto: bz

Ich würde hier heute gerne mit Ihnen anstoßen. Passend zu den Festtagen, die ins Haus stehen, vielleicht ja mit einem Gläschen Sekt. Und dabei auch darauf, dass Sekt in Deutschland längst nicht mehr sündhaft teuer und ausschließlich den Reichen und (ihren) Schönen vorbehalten ist. So war das nämlich bis Ende der 20er des letzten Jahrhunderts, als deutscher Sekt noch ein Synonym für Exklusivität und puren Luxus war. Aber auch als Sekt dann zu einem Vergnügen für jeden werden sollte, blieb es in Wahrheit noch ziemlich lange ein oft sehr zweifelhaftes.

Der Grund: Für die Herstellung wurden jetzt billige Importweine als Grundweine und die Tankgärung zugelassen. Das Ergebnis in der Form von pappsüßen Sprudelweinen finden wir immer noch in großen Mengen bei den Billigsekten. Erst in den letzten 25 Jahren hat sich – auch hier in Baden – mit den Winzersekten eine erstklassige Alternative (zu durchaus erschwinglichen Preisen) etabliert. Eigene Grundweine, die aus hochwertigem und früh eingebrachtem Lesegut gemacht werden, und die aufwendige, traditionelle Flaschengärung schaffen bei ihnen die Voraussetzungen für wunderbare Sekte mit ihrer typischen, feinen Perlage. Lassen Sie uns darauf also anstoßen. Auch weil das an dieser Stelle meine – zumindest vorläufig – letzten Anmerkungen waren zum Thema Wein und was sonst noch damit zu tun hat.

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Danke fürs Lesen, Loben und Lästern – prosit und ein letzter Rat, der Sie nicht mehr überraschen wird: Wann immer Sie es sich gut gehen lassen die Tage oder auch im neuen Jahr, kann badischer Sekt von Winzern ihres Vertrauens dabei ganz bestimmt einen ausgezeichneten Begleiter abgeben.
Der Autor ist Winzer, Kellermeister und Inhaber des Restaurants/Weinguts "Schwarzer Adler" in Oberbergen, Kaiserstuhl.

Autor: Fritz Keller