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14. Juni 2012

Alle Vöglein sind schon da

KOMÖDIE: "Ein Jahr vogelfrei".

  1. Jack Black Foto: Fox

Vieles an diesem Film erscheint kurios, angefangen bei seiner bloßen Existenz: David Frankels "Ein Jahr vogelfrei" handelt – das Wortspiel im deutschen Titel führt da erst mal auf Abwege – vom Vogelbeobachten, einer Tätigkeit, die sich sozusagen buchstäblich durch Beschaulichkeit und Unaufgeregtheit auszeichnet. Wie wird daraus ein abendfüllender Spielfilm? Man nimmt drei namhafte Komödianten und lässt sie einen für Außenstehende lächerlichen Wettbewerb ausfechten: Wer kriegt die meisten Vogelarten in einem Jahr vor den Fotoapparat?

Der Film beginnt mit einer Einführung in Geschichte und Regelwerk des Wettbewerbs. Es ist die Stimme von Brad Harris (Jack Black), der hier die Basics erläutert und den Champion der Szene, Bostick (Owen Wilson), vorstellt. Als Brad erfährt, dass seine Ex wieder heiratet, will er als Gegenprogramm einen Traum verwirklichen und beim Jahreswettbewerb mitmachen. Doch das Vogelbeobachten kostet viel Geld und Zeit, schließlich muss man zu den verschiedensten Jahres- sprich: Brutzeiten von Alaska bis Florida reisen. Mit Fernrohr und Fotoapparat stürzt Brad sich ins Rennen – und macht die Bekanntschaft von Stu (Steve Martin), der als erfolgreicher Geschäftsmann keinen Geld-, dafür umso größeren Zeitmangel hat. Die Konkurrenz zum arroganten Bostick schweißt Brad und Stu augenblicklich zusammen, Freunde aber werden sie erst nach Überwindung eines im Grunde eher undramatischen Konflikts.

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Wobei "undramatisch" das Codewort ist: Bringt das Thema Vogelbeobachten schon wenig Spannung mit, verzichtet "Ein Jahr vogelfrei" auch in Nebenhandlungen auf große Konflikte, ebenso auf allzu grobe Comedy in der Zeichnung seiner Vogelnarren. Seltsamerweise ist es im Lauf des Films gerade dieser entspannte und erholsame Verzicht auf jede Art von Zuspitzung, die den Zuschauer doch noch für den Film einnimmt. (Läuft in Freiburg und Offenburg)

Autor: Barbara Schweizerhof


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