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02. August 2012
Krimikomödie
Das Starlet und die Diva: "Who killed Marilyn?"
KRIMIKOMÖDIE: "Who killed Marilyn?".
Vor fast genau 50 Jahren starb Marilyn Monroe an einer Überdosis Tabletten. Es ist sicher kein Zufall, dass die französische Krimikomödie "Who killed Marilyn?" zu just diesem Zeitpunkt ins Kino kommt: Es geht darin um eine Dorfschönheit, die sich für die Reinkarnation der amerikanischen Schauspielerin hielt – und die sich angeblich mit einer Überdosis Tabletten das Leben nahm.
David Rousseau (Jean-Paul Rouve) glaubt von Anfang an nicht an den Suizid. Er fährt von Paris in das verschlafene und verschneite Nest Mouthe in der Hauts-Doubs, weil sein Onkel dort verstorben ist und er zu erben hofft. Doch der Onkel hat ihm nur einen ausgestopften Hund hinterlassen – und Rousseau ist einigermaßen verzweifelt. Geld hätte der Schriftsteller, der gerade eine Schreibblockade hat, gut gebrauchen können. Als er jedoch zufällig am Fundort der Leiche von Candice Lecoeur (Sophie Quinton) vorbeifährt, der Dorfschönheit, die für den lokalen Käse warb, kommt ihm der Gedanke, dass ihre persönliche Tragödie ja womöglich der Stoff seines neuen Buches sein könnte...
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Gérald Hustache-Mathieus Film ist ein leises Kinomärchen mit einer subtilen Komik. Sehr bedächtig kommt die Geschichte in Gang, passend dazu gibt es lange Kameraeinstellungen und wenige Schnitte. Die Farben des Films sind gedeckt, braun und grün dominieren. Wie die Farben erinnert auch die Ausstattung an die 1950er Jahre und beides korrespondiert mit dem Inhalt des Films, der immer stärker die Parallelen zwischen der Diva Monroe und dem Starlet Candice zieht. So erscheint auch das französische Dorf Mouthe eher wie eine Kleinstadt im amerikanischen mittleren Westen – voll skurriler Typen, fast menschenleerer Straßen und heruntergekommener Häuser.
Man muss sich einlassen auf diesen Film, der lauten Witz scheut, dafür jedoch klug und hintergründig eine Geschichte erzählt, die zwar sehr rätselhaft, aber doch irgendwie zauberhaft ist. Ein bisschen wie Marilyn Monroe vielleicht. (Läuft in Freiburg)
Autor: Heidi Ossenberg



