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02. Februar 2012
Drama
Moneyball: Zum Siegen verdammt
DRAMA: "Die Kunst zu gewinnen – Moneyball".
In den USA genießt keine andere Sportart eine ähnlich kultische, quasireligiöse Verehrung wie der Baseball. Kein Wunder, dass Baseball-Manager Billy Beane (Brad Pitt) im Film "Die Kunst zu gewinnen – Moneyball" auf Widerstände stößt, als er für die "Oakland Athletics" althergebrachte Trainingsmethoden über Bord wirft. Für ihn zählen nur die Ergebnisse, Fakten und Durchschnittswerte – gemäß der Devise: Punkte kann man kaufen, die Kunst zu gewinnen besteht vor allem darin, möglichst wenig dafür zu bezahlen. Im Laufe der Geschichte gelingt es Beane, seine Vision einer perfekt durchgerechneten Team-Strategie zu entwickeln, gestützt auf Statistik und hochkomplexe Managementsoftware.
Lose eingestreute Rückblenden charakterisieren Beane als ehemaligen Profispieler, dem nie so recht der Durchbruch gelingen wollte; seine Beharrlichkeit rührt selbstverständlich von dieser unerfüllten Karriere her. Als Beane auf den jungen Wirtschaftswissenschaftler Peter Brand (Jonah Hill) trifft, durchschaut er schnell, dass dieser ihm das unkonventionelle Rüstzeug an die Hand liefern kann, Qualitäten in Spielern zu entdecken, die sonst kein Radarsystem erfasst.
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Der Film basiert auf einer wahren Geschichte, die Michael Lewis aufgeschrieben hat. Die Hollywood-Produktion zeigt wieder einmal, dass in Sachbüchern die besten Geschichten stecken können. Zum einen schildert "Moneyball" eine ganz gewöhnliche David-gegen-Goliath-Story, den schier unglaublichen Triumph des Underdogs, den "Oakland Athletics". Zum anderen geht es Regisseur Bennett Miller nicht um die große Bühne, sondern um die Inszenierung dahinter. Denn der Film erzählt von den universellen Regeln des Spiels, das Ökonomie heißt. (Läuft in Freiburg)
Autor: Frank Schnelle
