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17. August 2012
David Small
COMIC II: Die Geschichte des Kindes in Detroit
Davids Mutters tyrannisiert die Familie durch Übellaunigkeit und Schweigen. "Tage, manchmal wochenlang, zog sie sich zornig und stumm zurück." Davids Vater, ein Radiologe, flieht abends in den Keller und drischt auf einen Punchingball ein, sein Bruder auf eine Trommel. David wird krank. Mit elf wächst eine "Zyste" an seinem Hals. Dass es Krebs war, den sein Vater verschuldet hat, findet er Jahre später heraus. Wie ein bleierner Nebel, der Gefühle erstickt, lastet das Schweigen auf David Small. Sein autobiographischer Comic ist atmosphärisch dicht. Er zieht subtil aber unwiderstehlich in die Gefühlswelt von Davids Kindheit im Detroit der 1950er hinein: ein Dasein ohne Liebe und Trost. Schemenhaft, wie manche Erinnerungen, sind die grau-schwarzen Zeichnungen und doch eindringlich scharf. Komplexe Story, schwierige Charaktere. Um sie erzählen zu können, brauchte Small annähernd 60 Jahre und mehrere Psychotherapien.
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Autor: jls



