Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

08. Februar 2012

M.C. Escher

KUNSTBUCH: In der dritten Dimension

  1. - Foto: -

Haben wir uns das nicht schon immer gewünscht: die ausgeklügelten Wunderwelten des niederländischen Künstlers Maurits Cornelius Escher einmal betreten zu können? Seine berühmten "Denk- Bilder", in denen die Perspektiven wiederholt kippen und Paradoxa zum Ereignis werden. Seine unmöglichen Räume, die so konzipiert sind, dass das Innen sich beim nächsten Blick als das Außen entpuppt, eine Zimmerdecke ist gleichzeitig eine Wand und ein Boden, je nachdem: Und wenn man zum Dach hinaufsteigt kommt man unten im Keller an.

Wie oft und wie herrlich sinnverwirrend hat Escher die Zweidimensionalität des Papiers zeichnerisch geleugnet. Jetzt gibt es – zum 40. Todestag M. C. Eschers am 27. März – ein Buch (das den etwas schnöden Titel "M. C. Escher Pop-Up" trägt), das Eschers Arbeiten wahrhaftig aus der Begrenzung der Fläche befreit und in die dritte Dimension hebt. Beim Aufschlagen dreht sich ein Endlosband von Schwänen aus den Seiten, Reptilien kriechen tatsächlich vom Planen ins Plastische, phantastische Gebäude richten sich auf und gewähren Einblick in "Eine andere Welt". Und schon wir sind der Unmöglichkeit ein schönes Stück näher.

Werbung


Courtney Watson McCarthy: M.C.Escher Pop-Up. Aus dem Englischen von Christine Schnappinger. Knesebeck Verlag, München 2012. 16 Seiten, mit Ausklappelementen, 29,95 Euro.

Autor: Ingrid Mylo