Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
05. März 2010
FLUCHTPUNKT: Zu Gast bei Obelix & Co
Das "Stadion" ist eine Art Schulhof mit Steintreppen drumherum. Unbequem, aber ich setz’ mich immer wieder gerne drauf an lauen Sommerabenden. Denn direkt vor meiner Nase wird etwas geboten, das besser ist als "Wetten, dass..." und "Spiel ohne Grenzen" zusammen: "Forces Basque". Ein überliefertes, archaisches Spektakel von zumeist acht skurrilen Muskelprotz-Sportarten: Sebastien, ein menschlicher Kleiderschrank, wuchtet einen 100-Kilo-Stein mit seinen Schaufelhänden achtmal auf Schulterhöhe, umjubelt vom Publikum. Diese "harrijasotzailes" – zu deutsch Steinestemmer – sind ihre Superstars, weit vor Wettsägern und Strohballen-Werfern, die verschnürte Strohquader per Mistforke aufspießen und über eine Stabhochsprunglatte schleudern. Meine Favoriten kommen zum Schluss: Erst schnaufen die Tauzieher minutenlang wie schwerfällige Dampfloks, ächzen, stöhnen und jubeln schließlich, wenn sie das gegnerische Team weggezerrt haben. Dann folgt das "Frauziehen", eine Einlage, bei der weibliche Zuschauer gegeneinander antreten dürfen.
– An dieser Stelle schreiben
Werbung
Autoren der Badischen Zeitung
über ihre Lieblingsplätze.
Autor: Stephan Brünjes,
