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03. Februar 2012

Prinzip Hoffnung

Wer zu den Olympischen Spielen im Sommer nach London will, sollte sich sputen.

  1. Es ist angerichtet: das riesige Olympiastadion (rechts) und die Schwimmhalle (links). Foto: dpa

Eine Million Sportbegeisterte wollten das 100-Meter-Finale live im Olympiastadion sehen, die Tickets dafür sind allerdings längst vergriffen. Überhaupt: Die Leichtathletikwettbewerbe und viele andere Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen im Juli und August in London sind ausverkauft. Gäste aus aller Welt haben dennoch die Chance, olympische Luft zu schnuppern – und sogar günstige Hotelzimmer zu ergattern.

Zwei Wege gibt es, offiziell Tickets zu bekommen: Entweder beim britischen Organisationskomitee der Spiele oder beim Reiseveranstalter Dertour, der Partner des Deutschen Olympischen Sportbundes ist. "Im Moment gibt es noch Karten für Fußballspiele sowie für verschiedene Veranstaltungen der Paralympischen Spiele", sagt David Paull, Pressesprecher von LOCOG in London. Wer sein Glück versuchen will, muss sich auf der Seite einloggen und kann wahlweise Tickets für sein Wunschdatum, eine Veranstaltung oder eine Sportart suchen.

So weit die Theorie. Die Praxis sieht anders aus, denn bereits in der ersten Verkaufsphase haben sich so viele Leute beworben, dass die Tickets verlost werden mussten.

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Bei Dertour sind nach Aussage von Sprecherin Antje Günther alle freien Tickets ausverkauft. Noch zu haben sind Tickets im Paket, also mit An- und Abreise sowie Übernachtung. "Wir werden eventuell noch einmal Karten bekommen, aber es ist nicht davon auszugehen, dass dies für die wirklich attraktiven Disziplinen wie Leichtathletik oder gar Eröffnungs- oder Schlussfeier gilt", sagt Günther. Insgesamt habe Dertour rund 60 000 Tickets verkauft.

Auch ohne Olympiaticket kann sich die Reise lohnen. Manche Ereignisse wie Straßenradrennen oder Cricketspiele der Vorrunde sind kostenlos. Außerdem werden die Spiele auf großen Leinwänden in der Stadt übertragen, so dass jeder Sportbegeisterte einigermaßen hautnah mitfiebern kann. Um sicher einen Platz vor der Leinwand zu bekommen, können sich Interessierte online registrieren lassen. Für 3,50 Pfund (rund 4 Euro) kann man bis zu vier Tickets bestellen, um früher eingelassen zu werden.

Im Gegensatz zur Ticketauswahl ist das Übernachtungsangebot noch vielfältig. Für Besucher mit kleinem Budget können Unterkünfte im Hostel oder auf dem Campus einer Universität eine günstige Alternative sein. Nachteil: Solche Unterkünfte sind meist nicht sehr zentral gelegen. In der Innenstadt wird es teurer.

Wer die Reiseplanung selbst in die Hand nehmen will, sollte sich sputen. Superbillige Schnäppchen allerdings sollte niemand erwarten.

Ticketverkauf des LOCOG: http://www.tickets.london2012.com Ticketverkauf von Dertour: http://www.dertour.de/olympia-2012 Registrierung für Public Viewing in London: http://www.londonlive.uk.com

Autor: dpa