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26. Februar 2010
"Reisen leichtgemacht"
Tanja Knöchlein über eine Kreuzfahrt mit Kind durch die Karibik.
Und wohin geht’s in Urlaub? Kinder verändern nicht nur das Leben, sondern meist auch das Reisen. Besonders, solange die Kinder noch klein sind, vermissen viele Eltern das Reisen aus früheren Tagen, das Städte entdecken, durch die Lande touren, sich treiben lassen. Tanja Knöchlein aus Emmendingen wollte keinen Pauschalurlaub am Strand, sondern mehr sehen von der Welt und ging mit ihrer Familie auf Kreuzfahrt durch die Karibik. Ronja Vattes sprach mit ihr.
BZ: Ihr ward in der Karibik auf Kreuzfahrt – mit Kind. Bei solchen Reisen denkt man ja eher an schicke Abendroben beim Captain’s Dinner als an quengelnde und kleckernde Kinder. Wie war’s denn?Knöchlein: Es war ja keine Luxusreise, sondern eine ganz normale Kreuzfahrt, eben eher leger. Wenn jemand ein kleines Kind hat, so einen richtigen Klettermaxe, dann würde ich mir tatsächlich überlegen, ob so eine Schiffsreise das Richtige ist. Zwar sind die meisten Reelings gesichert, dennoch müsste man da schon ständig hinterher sein. Auch die Swimmingpools sind frei zugänglich. Unsere Tochter ist aber fünf Jahre alt und hat das Ganze sehr genossen.
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BZ: Wie seid Ihr denn auf die Idee zu diesem Urlaub gekommen?
Knöchlein: Über Freunde, die das schon mehrfach gemacht haben. Das Schöne daran ist, ähnlich wie beim Urlaub mit dem Wohnmobil, für die Kinder bleibt der Schlafplatz zwei Wochen lang gleich, auch auf dem Schiff kennen sie sich mit der Zeit aus, zudem geht es – je nach Schiffsgröße – durchaus familiär zu. Und wir hatten trotzdem das Gefühl, endlich mal wieder zu reisen, verschiedene Landschaften, Strände, Städte und Menschen zu sehen.
BZ: Habt ihr Tipps? Auf was sollten Eltern achten, wenn sie sich überlegen, eine Kreuzfahrt mit ihren Kindern zu machen?
Knöchlein: Sinnvoll ist es, sich vorher zu erkundigen, welche Art von Essen es an Bord gibt. Gerade mit kleinen Kindern ist man ja manchmal froh, wenn es außer exotischen Speisen auch deutsches Essen gibt. Und vom Wellengang merkt man umso weniger, je größer das Schiff ist. Wer anfällig ist oder empfindliche Kinder hat, sollte eher in der Mitte des Schiffes buchen, da schwankt es am wenigsten. Schön ist eine Außenbordkabine. Kim saß oft auf der Fensterbank, hat dort gespielt und den Ausblick genossen.
BZ: Was hat genervt oder sogar gestresst?
Knöchlein: Eigentlich war der Urlaub recht entspannt. Es gibt einen Kinderclub an Bord, wo die Kinder betreut werden. Wenn die Eltern einen Ausflug machen wollen, sogar den ganzen Tag. Kim hat sich immer sehr darauf gefreut, mit anderen Kindern spielen zu können. Und wir hatten so auch mal Zeit für uns alleine. Eher gewöhnungsbedürftig – mit Kind – ist der frühe Beginn der Landausflüge. Die starten morgens oft schon um 8.30 Uhr. Da heißt es früh aufstehen und gerade mit Kindern genug Zeit einplanen, damit auch alle pünktlich und ohne Hektik zur Abfahrt fertig sind.
BZ: Was hat Kim denn am besten gefallen?
Knöchlein: Sie war natürlich schon mal total beeindruckt, wie groß das Schiff ist. Und da wir Weihnachten an Bord gefeiert haben, hat sie die Kinderaufführung und die Weihnachstlieder in allen Sprachen der Besatzung sehr genossen.
BZ: Und was hat Mama und Papa beeindruckt?
Knöchlein: Wir haben eine alte Maya-Stätte auf Belize besichtigt. Das war wirklich sehr faszinierend. Und eine Kleinigkeit, die uns besonders gefallen hat, gerade, da wir mit Kind unterwegs waren: Wir haben unser Gepäck am Flughafen in Frankfurt beim Einchecken abgegeben und auf dem Schiff stand es dann bereits vor unserer Kabine. Reisen leichtgemacht!
Autor: rov
