Erschließung erst später

Liane Schilling

Von Liane Schilling

Fr, 13. Juli 2018

Friedenweiler

Baugebiet Hardt verzögert sich.

FRIEDENWEILER-RÖTENBACH (ls). Das Baugebiet Hardt zwei in Rötenbach kann nicht so schnell erschlossen werden, wie gewünscht. Es wird eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig, die das beabsichtigte, beschleunigte Verfahren nach Paragraph 13 b ausschließt. Dies wurde nach Beteiligung der Träger öffentlicher Belange deutlich. Das neue Baugebiet liegt dicht am Naturschutzgebiet, am Flora-Fauna-Habitat, Vogelschutz- und Natura 2000-Gebiet, also einem zusammenhängenden Netz von Schutzgebieten. Bei der Vorprüfung wurden ein Neuntöter im Plangebiet und drei weitere Neuntöter außerhalb des Plangebietes beobachtet.

Obwohl das neue Baugebiet außerhalb der Grenzen der Schutzgebiete liegt, die Planung schon weit vorangeschritten ist und zehn Familien auf ihre Bauplätze warten, kann das beschleunigte Verfahren nicht angewendet werden. Bürgermeister Josef Matt verwies in seinen Gesprächen mit den Fachbehörden auch auf das "absolut funktionierende Ökosystem, das im Falle dieser Bebauung so bleiben würde" und auf die weiteren Unternehmungen, mit denen im Innenbereich Bauland erschlossen wird. "Es kann nicht sein, dass 13 b völlig an unserer Gemeinde vorbeigeht, weil wir immer in der Nähe von Schutzgebieten sind," ärgerte er sich. Wenn die Umstellung auf das zweistufige Regelverfahren nötig wird, entstehen dadurch Mehrkosten von mindesten 32 000 Euro. Außerdem müssen Ausgleichsmaßnahmen eingeplant und Bauplan sowie Flächennutzungsplan überarbeitet werden. Die Verträglichkeitsprüfung wird nun vorgezogen, in der Hoffnung nicht zu viel Zeit zu verlieren. Wenn das Ergebnis vorliegt, wird wieder beraten.