176 Läufer und 29 Staffeln in Schuttern am Start

Der erste Klosterlauf besteht seine Premiere

Bettina Schaller

Von Bettina Schaller

Mo, 03. Oktober 2016 um 16:58 Uhr

Friesenheim

Perfekte Organisation, schönstes Wetter und gute Laune bei Läufern und Helfern – der erste Schutterner Klosterlauf hat die Premiere bestanden.

FRIESENHEIM-SCHUTTERN. Der erste Klosterlauf Schuttern ist ein schöner Erfolg gewesen. Am Start waren 176 Läufer und 29 Staffeln. Das zwölfköpfige Orgateam um Sebastian Wendlinger wurde von allen Seiten gelobt. Kommandant Marco Lippmann von der Feuerwehr Schuttern lobte als Läufer die perfekt abgesicherte Laufstrecke. Das Wetter war bombastisch.

Die Stimmung
Beim Lauf rund um das Schutterner Kloster musste der Himmel einfach strahlen. Sonne satt, blauer Himmel und milde Temperaturen, das stimmte auch das Publikum auf einen tollen Lauftag ein. Der Klosterlauf war ein Straßenfeger, denn die Menschen hatten sich bei der Offohalle eingefunden. An der Laufstrecke fanden sich aber nur einzelne Zaungäste ein, die aber feuerten die Sportler lauthals an.

Das Orgateam
Der erste Klosterlauf war generalstabsmäßig durchgeplant. Das zwölfköpfige Orgateam mit TuS-Lauftrainer Sebastian Wendlinger als Kopf der Lauftreff-Strategen hatte volle Arbeit geleistet. Zeitmessung, Moderation mit Patrick Metzger, Streckenposten, Verpflegung der Läufer und der Zuschauer rund um die Offohalle sowie die Stimmungsmacher – alles lief wie am Schnürchen. Außer Atem, aber glücklich war Geraldine Mussler, die sich zusammen mit Rainer Amann um die Sponsoren sowie um die Öffentlichkeitsarbeit gekümmert hatte. "Riesen Zuspruch der Bevölkerung trotz 950-Jahr-Feier in Ichenheim", freut sich Geraldine Mussler. Die Premiere sei gelungen.

Die Läufer
Außer Atem, aber glücklich war auch Erik Weide. Alle Augen, insbesondere von Vater Hand Weide und Mutter Barbara ruhten auf dem Bürgermeister von Friesenheim. Der ging zwar mit der Nummer Eins an den Start, lief aber als 55. ins Ziel. Erik Weide unterbot dabei seine mit 50 Minuten angegebene Zeit um knapp vier Minuten. "Das nächste Mal bin ich wieder dabei und hoffentlich besser trainiert", so die Zusage des Friesenheimer Bürgermeisters. Nicht nur das. Der Rathauschef will auch eine Rathausstaffel zur Zweitauflage des Klosterlauf Schutterns im kommenden Jahr mitbringen. Schutterns Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf hat Lunte gerochen. Er werde zwar nicht vom Rennrad auf die Laufschuhe umsteigen, aber das Laufen in sein Trainingsprogramm aufnehmen. "Das ist nicht so zeitintensiv wie das Rennradfahren. Da muss ich schon mindestens zwei Stunden investieren. Beim Laufen reicht eine", so Kopf. Am Start war mit Sebastian Karl vom TV Lahr auch ein Meister der Laufwelt und mit Michael Schrempp der Sieger des Offenburger Stadtlaufs. Aber auch Natalie und Tanja Godbout aus Montreal waren mit dabei. Die beiden kanadischen Geschwister hatten nach ihrer Weltreise Ute Ostermann in Hugsweier besucht und sich spontan für die Teilnahme am Klosterlauf angemeldet, bevor es wieder zurück in die Heimat, nach Montreal, geht.

Die Strecke
Sie war ein viermal zweieinhalb Kilometer langer Rundkurs durch das Ober- und Unterdorf von Schuttern mit vier Punkten, an denen sich die Läufer kreuzten, vorbei am Rathaus und der Klosterkirche und ohne Steigung. Ein schneller Lauf, aber an manchen Stellen für Profiläufer etwas eckig und kantig, wie jemand aus der Laufszene am Ergebnisbildschirm konstatierte. Die Zuschauer konzentrierten sich auf den Start- und Zieleinlauf bei der Offohalle, wo auch die Musik spielte. Am Rathaus beschallte ein junger DJ die Läufer. Und eine Teilnehmerin rief den Zuschauern zu: "Das Anfeuern braucht’s, macht weiter so."

Das Fazit
Ein Dorf lebt seinen Sport. Dass Schuttern nicht nur Handball, sondern der TuS Schuttern mit dem Lauftreff auch eine weitere lebendige Abteilung hat, die ein Sportevent der Extraklasse auf die Beine gebracht hat, muss den Vorstand freuen. Der Verein hat sich um die Verköstigung der Zuschauer gekümmert, der Lauftreff um die Sportler. Tolle Zusammenarbeit. Nach der gelungenen Premiere darf sich das Orgateam auf die Schultern klopfen und mit Volldampf an die Zweitauflage gehen.