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23. Februar 2015

Ob Alt oder Jung – die Messe hat was

Von Vorsorge bis Wohlbefinden, von Produkten bis Vorträge: Neunte Messe Wellness & Gesundheit erstmals in der Sternenberghalle .

  1. Alle Anbieter, Informationsstände und Vorträge fanden ihr Publikum. Foto: (2) wolfgang künstle

  2. Foto: WOLFGANG KUENSTLE               

FRIESENHEIM. Gerne 100 Jahre alt werden, gesund bleiben und das Leben ohne Zipperlein genießen: So mancher Besucher der Messe Wellness & Gesundheit, die am Wochenende erstmals in Friesenheim stattgefunden hat, liebäugelte mit diesen Gedanken. "Krank rein, gesund raus", scherzte eine Dame im Alter 50+ über die Gesundheitsmesse, deren 50 Aussteller und Referenten nicht müde wurden, Informationen, Tipps und Beratungen zu geben.

"Gesund sein, gesund bleiben", lautete das Leitthema. Zum Auftakt am Samstagmorgen kurz nach elf waren die Aussteller in der Sternenberghalle noch unter sich, ab Sonntagnachmittag indessen gab es angesichts des Andrangs zeitweise kaum ein Durchkommen. Armin Haag, Veranstalter von Business & Future, verhehlte aber nicht, dass die Sternenberghalle genau das Richtige sei für die Messe Wellness & Gesundheit, die schon zum neunten Mal die Pforte öffnete. Nach sechs Jahren im MDS-Gebäude in Mietersheim und nach zwei Jahren in der Sulzberghalle in Sulz liefere die Sternenberghalle vor allem mit vier Vortragsräumen die ideale Voraussetzung, dem Ansturm der Besucher auf Fachvorträge und Beratungen Platz zu bieten.

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Im Stundentakt wurde geboten: Vorsorge, Heil- und Pflegemethoden, Medizin, Fitness, Ernährung und Erholung. An Ausstellern waren vertreten Apotheken, Ärzte, Heilpraktiker und Therapeuten, Krankenkassen und Krankenhäusern, Reha- und Pflegeeinrichtungen, Fitness-Studios, Ernährungsberater und jede Menge Anbieter sogenannter gesunder Produkte. "Die Fastenzeit kann kommen", scherzten die Aussteller.

Den Auftakt der Vorträge machte Sandra Börsig von Med-Tronik aus Friesenheim. Ihr Leitthema: "Gesund sein – Gesund bleiben". Dabei vertrat sie gleich zwei Firmen, die Medizinprodukte der Naturheilkunde und gesundes Trinkwasser auf der Firmenfahne hatten. Nicht nur zuhören, sondern selbst ausprobieren hieß die Devise bei der Gesundheitsmesse: Harry Huhn und sein Physiotherapie-Team vom Ortenau-Klinikum nahmen die Besucher in den sicheren Griff, um mit ihnen Sekundenübungen für den Alltag zu machen: Dehn- und Streckübungen für die Bandscheibe waren darunter und vieles mehr, was zur Lockerung und Entspannung dient. Fachvorträge in vollen Vortragsräumen gab es im Stundentakt: Bernd Frischauf informierte über Arthrose, Rücken- und Nackenschmerzen.

Bis 100 jung bleiben dank Wunderkapseln?

"100 werden und jung bleiben" war das Thema von Kai Panzer von der Akademie Natürliche Gesundheit, der den Besuchern erzählte, wie man den Code für ein langes Leben knackt. Die Wunderkapseln für die Unsterblichkeit lagen nicht weit entfernt zum Kaufen bereit. Vorsorge, Diagnostik und Therapie – sie wurden in der Messe auf vielen Themenfeldern sichtbar: bei Brustkrebs, Stolperherz wie auch bei Darmproblemen.

Nicht wenige Besucher wollten wissen, wie die moderne Endoprothetik an Hüfte und Knie aussieht. Professor Akhil Verheyden vom Lahrer Klinikum hatte hier die passende Antwort. Den Besuchern wurden so ziemlich alle Zivilisationskrankheiten auf charmante Art vor Augen geführt. Grundsätze der Medizin wie auch der Naturheilkunde waren Inhalte bei Fachvorträgen. Für klare Verhältnisse sorgten die angebotenen Gesundheits-Checks mit Messungen: "Die Werte sind ganz schön hoch", hieß es zuweilen am Stand des Ortenauklinikums für die Freiwilligen, die sich einen Pikser abholten, um ihre Blutzucker- und Cholesterinwerte zu erfragen.

Annett Kramer aus Berlin, Diplom-Molekularbiologin, lieferte den Besuchern interessante Einblicke in deren Innenleben mit Stoffwechsel und Medikamentenverträglichkeit. Für die Wissenschaftlerin war es kein Problem, über Speicheltests und Gen-Analysen die biologischen Abläufe jedes Einzelnen herauszufinden. Getestet werde über Gen-Tests, so Kramer, in deren Vortragsraum kein Platz mehr frei war, die Nahrungsmittelverträglichkeit. Danach spreche das Institut, dem die Speichelprobe eingeschickt werde, Ernährungsempfehlungen inklusive Bewegungsmuster aus.

Autor: Wolfgang Beck