Sternenberghalle mit Fördermitteln sanieren

Reiner Beschorner

Von Reiner Beschorner

Mi, 12. September 2018

Friesenheim

Eine Übernahme von 45 Prozent der Sanierungskosten ist möglich.

FRIESENHEIM (rb). Bei zwei Enthaltungen aus der GLU hat der Gemeinderat in der Sitzung am Montag die Teilnahme am Bundesförderprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen für Sport, Jugend und Kultur beschlossen. Aus dem Fördertopf erhofft sich die Gemeinde einen Zuschuss von rund 1,2 Millionen Euro für die den Vorgaben zur Energieeinsparung geschuldete Erneuerung der Heiz-, Lüftungs- und Brandschutzanlage der Sternenberghalle.

Die seit dem Bau der Halle vor 37 Jahren erheblich verschärften Vorschriften zur Energieeinsparung machen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich, die in den vorhandenen, engen Räumen nicht umgesetzt werden können. Um Energierückgewinnungsanlagen installieren zu können, soll im angrenzenden Hang ein unterirdischer Anbau mit einem begehbaren Flachdach erstellt werden. Dieses könnte für Freiluft- Sport- und Kulturveranstaltungen genutzt werden und so die bestehenden Sport- und Mehrzweckräume ergänzen.

Das vorgesehene Sanierungsprojekt würde die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllen, bestätigte Sachbearbeiter Joachim Wagner. Der Leiter des Rechnungsamts monierte die kurze Zeitspanne zwischen der Information durch den Gemeindetag über die Auflegung des Förderprogramms am 6. August und der Einreichung einer Projektskizze beim zuständigen Bundesinstitut bis zum 31. August – also mitten in der Urlaubszeit. Aufgrund der Höhe der möglichen Förderung und der kurzen Frist hat die Verwaltung die Projektskizze bereits bei den zuständigen Stellen in Bund und Land vorab eingereicht. Der zur Aufnahme ins Förderprogramm erforderliche Gemeinderatsbeschluss kann noch bis zum 20. September nachschoben werden, so Wagner.

Für die Maßnahme ist eine Förderung von 45 Prozent der Sanierungskosten möglich. Weil jedoch dieses Jahr bereits Planungskosten angefallen sind und Aufträge über rund 160 000 Euro vergeben wurden, sind Teile der Honorarkosten nicht mehr förderfähig. Die Sanierungskosten werden auf brutto 3,15 Millionen Euro geschätzt, was einen Zuschuss von 1,16 Millionen Euro bedeuten würde. Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Verwaltung davon aus, dass im kommenden Jahr 500 000 Euro, in 2020 dann 2,15 Millionen Euro und in 2021 nochmals 500 000 Euro an Kosten anfallen werden.