Fröhnd gibt sich die Ehre

Gerhard Wiezel

Von Gerhard Wiezel

Do, 14. Juni 2018

Fröhnd

Die Bewertungskommission des Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" war da / Das Ergebnis wird am Freitag erwartet.

FRÖHND. 15 Experten sind am Dienstagnachmittag nach Fröhnd gekommen, um Punkte zu vergeben für den Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Wie berichte hatte sich die Gemeinde im Juli vergangenen Jahres auf Bezirksebene durchgesetzt.

Die 15 Experten stammen aus verschiedenen Fachrichtungen unter Leitung von Konrad Rühl, Referatsleiter im Ministerium Ländlicher Raum in Stuttgart. Die Gäste wurde bei ihrer Ankunft von der örtlichen Trachtenkapelle empfangen. Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner erwähnte in ihrer Begrüßung besonders den geplanten Bau einer neuen Ortsmitte verbunden mit einer Marktscheune. "Jetzt im Herbst werden dazu die Förderanträge gestellt, so dass wir frühestens im kommenden Jahr mit der baulichen Umsetzung beginnen können", sagte sie. In unmittelbarer Nähe des Gemeindezentrums befindet sich die derzeit leerstehende Gaststätte "Zur Wiese", wo einmal ein Mehrgenerationenhaus entstehen soll.

Interessiert hörten die Kommissionsmitglieder auch den Ausführungen von Theresia Kiefer vom Bürgerverein "Wir helfen einander" mit über 30 ehrenamtliche Helfern zu. Roswitha Philipp gab Einblicke und Ausblicke zur Gestaltung der Fröhnder Pflanzentauschbörse, deren Ziel es ist, alt hergebrachte Pflanzensorten und Heilkräuter in Fröhnder Bauerngärten zu erhalten. Dann ging es mit Autos über Kastel und Ittenschwand bis zur Talstation des Fröhnder Skilifts. Dort wartete Skiclub-Vorsitzender Erwin Zimmermann mit einem Kirschwasser auf die Gäste und erläuterte das Fröhnder Wintersportangebot. Ein weiterer Stopp wurde an der historischen Klopfsäge eingelegt, die Bernhard Keller präsentierte.

Die Fröhnder Offenhaltung der Landschaft mit Ziegen wurde in unmittelbarer Nähe der Klopfsäge von Junglandwirt Julian Marterer vorgestellt; er verstand es, die Kommissionsmitglieder mit seiner freundlichen Art und seinen Tieren zu begeistern. Junglandwirt Marterer ist auch der Erbauer eines neuen großen Stalles für Weidevieh und Ziegen im Ortsteil Holz.

Auf dem Wanderparkplatz Holzer Kreuz nahm Gemeinderat und Landwirt Bernhard Stiegeler die Gelegenheit wahr, die großen Fröhnder Allmendweiden vorzustellen. Zum Abschlussgespräch traf sich die Teilnehmergemeinschaft im historischen Gasthaus "Holzer Kreuz". Dabei bekam Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner ein Kompliment vom Leiter der Bewertungskommission: "Wir sind beeindruckt, Fröhnd ist eine sehr schöne und lebendige Gemeinde", sagte Konrad Rühl.

Auf das Ergebnis der Bewertung ist man in Fröhnd (knapp 500 Einwohner) jetzt sehr gespannt. Das Dorf konkurriert mit acht weiteren Gemeinden um ein Weiterkommen zum Bundesentscheid. Am Freitag weiß man Näheres.