EWS und Enercon wollen bis zu neun Windräder bauen

Kraftwerk-Projekt erreicht Fröhnd

Verena Wehrle

Von Verena Wehrle

Do, 12. Oktober 2017 um 12:18 Uhr

Fröhnd

Im Gemeinderat Fröhnd gab es am Mittwochabend Zustimmung und Kritik zum Plan von Investoren, neun Windräder im Bereich des Zeller Blauen (1077 Meter) zu bauen.

Die Firmen EWS und Enercon planen derzeit einen Windpark auf dem Höhenrücken des Zeller Blauen (wir berichteten). Da die Windräder auch auf den Gemarkungen von Fröhnd, Böllen und Wembach gebaut könnten, sind die Firmen derzeit dabei, diese Gemeinden über das geplante Projekt zu informieren und dafür zu werben. In Fröhnd gab es jetzt Zustimmung und Kritik im Gemeinderat.

Das Projekt: Tobias Tusch und Friedar Frey von der EWS (Elektrizitätswerke Schönau) sowie Jonas Besseler von der Firma Enercon informierten den Fröhnder Gemeinderat am Mittwochabend über den aktuellen Sachstand. Man stehe derzeit noch ganz am Anfang und führe zurzeit die ersten Gespräche mit den betroffenen Gemeinden. Die genauen Standorte für die Anlagen seien noch unklar. Mit Zell und Kleines Wiesental hat die EWS einen Vorvertrag zur Errichtung von bis zu neun Windkraftanlagen ausgehandelt. "Es wird in keinem Fall mehr geben", sagte Tusch.

Debatte: Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner sprach sich für das Projekt aus und meinte, dass die Energiewende dies Projekt verlange. Alle Wege für den Bau seien bereits vorhanden. Gemeinderäte entgegneten, dass das Wegenetz bei Weitem nicht komplett sei.

Gemeinderat Bernhard Stiegeler wollte von Tusch wissen, wie die Kommunen Zell und Kleines Wiesental zum Projekt stehen. Tusch berichtete von äußerst positiven Reaktionen. Im Flächennutzungsplan sei ein Abstand von 700 Metern von Windrädern zur Wohnbebauung vorgesehen. Einzelfälle, die davon abweichen, seien zu prüfen. Bernhard Stiegeler wollte wissen, wie genau die Windmessungen seien. Tusch: "Je länger, umso besser." Nach der erfolglosen Windmessung 2013 habe man 2015 bis 2017 über 17 Monate lang gemessen. Der Zeller Blauen sei kein schlechter Windstandort.

Stiegeler sagte, er sei generell für Windkraft, aber was den Naturschutz angehe, würden neun Anlagen den Rahmen sprengen.

Einen ausführlicher Bericht finden Sie in der gedruckten Ausgabe der BZ am 13. Oktober.