RATSNOTIZEN: Kanalsanierung bringt Fröhnd erhebliche Mehrkosten

Verena Wehrle

Von Verena Wehrle

Do, 27. Dezember 2018

Fröhnd

Gemeinde schließt mit Minus von 22 000 Euro ab / Neues Darlehen für Behebung von Schäden in einigen Ortsteilen nötig.

FRÖHND (vwe). Im Gemeinderat Fröhnd hat Rechnungsamtsleiter Erich Glaisner den Haushaltsplan der Gemeinde für 2019 vorgestellt. Sehr ausführlich ging er mit den Räten das umfassende Zahlenwerk durch. Eine der größeren Ausgabeposten sei demnach die Umlage für die Kindergärten. Diese beträgt mit aktuell 16 Kindern und einer Umlage von 6259 Euro pro Kind insgesamt 100 000 Euro.

Insgesamt werde die Gemeinde voraussichtlich Erträge in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro erwirtschaften und Aufwendungen in Höhe von 1,45 Millionen Euro stemmen. Insgesamt werde sie ein Minus von 22 000 Euro erwirtschaften, was dennoch eine positive Verbesserung gegenüber dem Vorjahr bedeute. Somit könne die Gemeinde zum erheblichen Anteil die veranschlagten Abschreibungen erwirtschaften.

Hohe Kosten werden mit der anstehenden Kanalsanierung auf die Gemeinde zukommen. Doch die Notwendigkeit sei vorhanden, gäbe es doch einige Schäden in Ittenschwand, Stutz und Unterkastel. Die beschränkte Ausschreibung für die Arbeiten sei enttäuschend gewesen, so Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner, denn es ging nur ein Angebot ein.

Im Jahr 2017 sei man noch von Kosten in Höhe von rund 69 000 Euro ausgegangen. Das Angebot der Firma lag nun bei fast 100 000 Euro für die reinen Baukosten. Die Gemeinde schlug vor, das Angebot anzunehmen und einen Mehrkostenantrag zu stellen.

Die Räte stimmten dem einstimmig zu. Inklusive der Nebenkosten liege man insgesamt bei 121 000 Euro. Man könne einen Zuschuss von 45 000 Euro erhalten, womit der Eigenanteil der Gemeinde noch bei 76 700 Euro liege. Dieser müsste durch eine erneute Darlehensaufnahme finanziert werden.

Auch über die wasserrechtlichen Erlaubnisse wurde diskutiert. In den sieben Wasserschutzgebieten der Gemeinde muss noch ein Wasserrechtsverfahren durchgeführt werden, machte Bauamtsleiter Klaus Steinebrunner deutlich. Die Erlaubnisse von zwei Quellen seien abgelaufen und müssten erneuert werden. Darum würden sich ein Ingenieurbüro und das Bauamt gemeinsam kümmern. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 25 000 Euro. Die Gemeinde stimmte einstimmig zu, hierfür ein Angebot des Ingenieurbüros dwd einzuholen, das bereits mit den Örtlichkeiten vertraut ist und alle Unterlagen vorliegen hat.

Das Bauamtsleiter Klaus Steinebrunner zum Ende des Jahres in Ruhestand geht, stimmten die Räte einstimmig zu, für den Gutachterausschuss seinen Nachfolger Helmut Wunderle zu bestellen. Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner machte klar, dass sich diesbezüglich im nächsten Jahr ohnehin noch etwas in der Organisation der Gutachterausschüsse ändern müsse, da die kleinteiligen Ausschüsse dann nicht mit den Änderungen im Grundsteuerrecht beauftrag werden könnten.

Steinebrunner informierte über die Spenden für Klopfsäge im Jahr 2018 in Höhe von 3244 Euro, von 30 Führungen und 17 Sonderführungen. Sie verlas außerdem den Brief der Landrätin mit Glückwünschen zur Silbermedaille beim Dorfwettbewerb.

Zum Jahresende bedankte sich Steinebrunner bei den Räten für die gute Zusammenarbeit und gab einen ausführlichen Jahresrückblick; von den Windkraft-Diskussionen über Sturmschäden, die Bürgerhilfe bis hin zu Breitband, welches nächstes Jahr nach Unterkastel kommt. Sie freue sich aufs neue Jahr und auf viele neue Projekte. Georg Zimmermann bedankte sich im Namen der Räte bei der Bürgermeisterin und er hoffe, dass sie noch viele Jahre im Amt bleibe.