Medienberichte

Früherer BKA-Chef Horst Herold gestorben

dpa, bz

Von dpa & BZ-Redaktion

Fr, 14. Dezember 2018 um 15:48 Uhr

Deutschland

Der langjährige BKA-Präsident Horst Herold ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Herold war von 1971 bis 1981 BKA-Präsident. Seine Amtszeit war vor allem vom Kampf gegen die RAF geprägt.

Horst Herold ist tot. Der langjährige Präsident des Bundeskriminalamts (BKA) starb im Alter von 95 Jahren, wie die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag unter Berufung auf seine Familie berichtete. Der aus Sonneberg in Thüringen stammende Jurist stand von 1971 bis 1981 dem Bundeskriminalamt vor.

In seine Amtszeit fielen spektakuläre Fahndungen gegen die Terroristen der Rote-Armee-Fraktion (RAF), etwa während und nach der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hans-Martin Schleyer. Herold setzte sich erfolgreich dafür ein, neue Methoden der Datenauswertung und -verknüpfung in der Polizeiarbeit einzusetzen – die bis heute umstrittene Rasterfahndung.

Horst Herold baute das Bundeskriminalamt in den 70er Jahren vor allem in technischer Hinsicht grundlegend um. So konnte dank des sogenannten Inpol-Systems, dessen Einführung der frühere Staatsanwalt und Nürnberger Polizeipräsident vorantrieb, die BKA-Zentrale schon 1972 in Sekundenschnelle Informationen an die Ermittler weiterleiten.