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22. April 2009
ICH STEH DAZU!
Ich zahl’ gerne
GEZ-Gebühren!
Natürlich zahl’ ich! Genau: 17,28 Euro pro Monat für meinen Fernseher und meinen Laptop mit Internetzugang. Als ich vor sechs Monaten nach Freiburg gezogen bin, dauerte es keine zwei Wochen und der erste Brief inklusive Zahlungsaufforderung der Gebühren-Einzugs-Zentrale, kurz GEZ, lag in meinem Briefkasten. Die Briefe der GEZ im Papierkorb versenken? Nein. Warum auch?
Die Qualität der öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsender ist mir wichtig. Die Sportschau am Samstag, der Tatort am Sonntag oder die Nachrichtensendungen mit Live-Berichten aus Tokio, New York oder Bagdad: Das alles wäre für ARD und ZDF ohne Rundfunkgebühren nicht möglich. Oder zumindest nur mit mehreren Werbeblöcken pro Stunde und mit weitaus schlechterer Qualität. Unterhaltung, Information und Spannung im Fernsehen sind für mich nichts anderes als die Lieferung einer Pizza oder die Vorführung eines Kinofilms. Es sind Dienstleistungen, für die ich Geld bezahle, wenn ich sie in Anspruch nehme.
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Bevor ich morgens aus dem Haus gehe, höre ich den Wetterbericht, während ich mittags in der Küche koche, dudelt im Hintergrund das Radio. Wenn ich dann nachmittags am Laptop sitze, lasse ich parallel Web-Radio laufen und den Abend lasse ich gerne vor dem Fernseher ausklingen.
Wer keine GEZ-Gebühren zahlt, begeht mehrmals am Tag eine Ordnungswidrigkeit. Denn die Abgaben für Radio und Fernsehen scheinen vor allem dann sinnvoll, wenn man sich daran erinnert, warum sie überhaupt eingeführt wurden. Das war nämlich nach dem Zweiten Weltkrieg, "aus der historischen Erfahrung des Missbrauchs der Medien". Danach wurden Fernseh- und Radiosender gegründet, die sich aus den Gebühren der Bevölkerung finanzieren – unabhängig vom Staat.Eine super Sache. Aber nur dann, wenn sich beide Seiten auf den Deal einlassen, die Sender also unabhängig arbeiten und wir die Gebühren zahlen.
Autor: Amelie Herberg (20) aus Freiburg
