Führung in die Urzeit der Wallfahrtskirche

Andreas Böhm

Von Andreas Böhm

Mi, 12. September 2018

Todtmoos

Patres zeigen den ehrenamtlichen Helfer der Todtmooser Wallfahrtsstände die Krypta / Alte Glocken von Hand geläutet.

TODTMOOS. Eine ganz besondere Führung in die Urzeit der Todtmooser Wallfahrtskirche haben die ehrenamtlichen Helfer, Initiatoren und Betreiber der Todtmooser Wallfahrtsstände im Jubiläumsjahr erlebt. Höhepunkt war die Besichtigung der "Urkirche", einer Krypta unter dem rechten Seitenaltar des berühmten Gotteshauses auf dem Schönbühl hoch über den Dächern von Todtmoos.

Die Sonderführung sei ein kleiner Dank für das Engagement zur Belebung der Wallfahrtsstände, so Prior Pater David: "Das ist eine der gelungensten Aktionen im Jubiläumsjahr", so der Pater. Sein besonderer Dank galt dem "Stammteam" der Todtmooser Lebküchler, die einen Wallfahrtsstand schon seit zwölf Jahren immer sonntags und an Wallfahrtstagen geöffnet haben.

Ein berührender Augenblick bei der Führung durch Gertrud Freitag war das Hinabsteigen in die dunkle Krypta, deren Eingang normalerweise durch ein Gitter gesichert ist. Dies soll der Legende nach der Ort sein, an dem nach der Marienerscheinung die erste Holzkapelle errichtet wurde. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der besonderen Ausstrahlung dieses Kraftortes.

Gertrud Freitag als versierte Kennerin der Todtmooser Kirchengeschichte führte die Teilnehmer als Kontrast zur Krypta anschließend hoch hinauf unter das Dach des mehrfach umgebauten Gotteshauses bis hin zu den imposanten Glocken. Unter dem Dachstuhl ist noch das alte Schindeldach des 1627 erweiterten Kirchenschiffes zu sehen. Von Hand geläutet werden konnten die alten Glocken von 1628, die heute nicht mehr in Betrieb sind, aber einen wundervollen Klang erzeugen.

Abschließend erläuterte Gertrud Freitag interessante Details zur Pieta, welche Maria von Todtmoos mit Jesus am Hochaltar zeigt. Diese soll grundlegend restauriert werden. Geschenke hatte Pater David für die Teilnehmer mitgebracht. Jeder erhielt eine Jubiläumskerze und ein Leinensäckchen, gefüllt mit frischem Lavendel aus dem Klostergarten. Die Standbetreiber ihrerseits bedankten sich bei den Patres mit einem Blumenpräsent.