Für eine Woche Zirkus-Superstars

Katharina Maß

Von Katharina Maß

Mo, 07. August 2017

Schopfheim

102 Kinder lernen in der Zirkuswoche im Schopfheimer Ferienprogramm spektakuläre Nummern.

LANGENAU (kat). Mit bunten Kostümen, lustigen Clowns und ganz großen kleinen Akrobaten ging die Zirkuswoche in Langenau zu Ende. Zum vierten Mal hieß es "Manege frei" im Zirkus Lamberti. Hier konnten 102 Kinder echte Zirkusluft schnuppern. Angeboten wurde das Programm im Zuge der verlässlichen Ferienbetreuung. Auch acht Flüchtlinge nahmen teil.

Die ganze Woche schon bereiteten sich die Jungen und Mädchen, bis auf wenige Ausnahmen im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren, auf ihren etwa zweieinhalbstündigen Auftritt vor. Stolz zeigten sie dem Publikum, was sie alles gelernt hatten. Da schlugen die "Wild Gymnastics" Purzelbäume und Räder und bauten in Teamarbeit menschliche Pyramiden. Die "Flying Unicorns" flogen mit Flugrollen mit Hilfe eines Trampolins über ein gespanntes Seil und sprangen über ihre Einhornkollegen. Elegant hingen die "Flying Girls" an einem roten Vertikaltuch von der blauen Zirkusdecke mit den vielen Sternen. Unterdessen brachten Clowns das Publikum mit Sketchen zwischen den Nummern immer wieder zum Lachen.

Richtig Rhythmus im Blut hatte die sehr aktive und gar nicht faule "Faultier-Gang", die dem Publikum eine Choreografie präsentierte. Während der Zirkusvorstellung machte auch das Publikum aktiv mit. Gleich zu Beginn bekam es Liedtexte, um das Begrüßungslied mitzusingen, außerdem klatschte es fleißig im Takt, und die Stimmungsmacher holten immer wieder Freiwillige in die Manege. Die "Firedrummers" musizierten mit Bechern und Percussion-Kisten und heizten mit einer Feuerspuckeinlage ordentlich ein. Gekonnt balancierten die "Diamond Dancers" gemeinsam oder alleine über ein gespanntes Drahtseil, gingen dabei mal in die Knie oder machten Standwagen. Die "Regenbogenringe" zeigten sich beweglich am Trapez und verbogen sich bei ihren Kunststücken geschickt in dem schwebenden Reifen.

Mit bunten Tüchern liefen die "Ocean Rollers" ein und warfen sich Bälle zu, während sie auf Brettern standen, die wiederum auf Rollen auflagen. "Die stärksten Kinder der Welt" ließen ihre Muskeln beim Kartoffeln zerdrücken und Ketten- und Telefonbücherzerreißen spielen und zeigten ihre Bizeps beim Gewichtheben. Auf magische Weise zersägte eine andere Gruppe ein Mädchen in zwei Teile, was dieses aber vollkommen unbeschadet überstand. Die "Panzerknacker" waren auf ihren Leitern echte Akrobaten und die Hula-Hoop-Gruppe lies die Reifen nur so kreisen. Während den Nummern machten viele begeisterte Zuschauer etliche Fotos.

In der Vorbereitung und Organisation steckte viel Arbeit. 24 Betreuerinnen und Betreuer von der evangelischen Bezirksjugend kümmerten sich von Montag bis Freitag ganztägig um die 102 Kinder. Unterstützt wurden sie hierbei von den Zirkusfachleuten der Familie Zinnecker des Zirkus Lamberti. Möglich machte besonders der Kiwanis-Club das Projekt, das bereits zum vierten Mal stattfand, dabei das zweite Jahr in Langenau. Das Familienzentrum war an der Organisation beteiligt, die Stadt Schopfheim übernahm im Zuge der verlässlichen Ferienbetreuung die Schirmherrschaft.

In den ersten zwei Tagen der Woche konnten die Teilnehmer übrigens die einzelnen Zirkusstationen erst einmal ausprobieren, um herauszufinden, woran sie die meiste Freude hatten. Dafür wurden sie in zehn Gruppen eingeteilt und wechselten zwischen unterschiedlichen Stationen. Die Bereiche Tanz sowie Bodypercussion mit Feuerspucken wurden ihnen dann von den Zirkusmitgliedern vorgeführt.

Nachdem alle in die Aufführungsgruppen eingeteilt waren, gingen die Proben los. Zwischendurch gab es aber auch anderes Programm, wie etwa Wasserschlachten. Zudem wurde am Mittwochnachmittag nach der Betreuungszeit ein Familiengottesdienst in der Zirkusmanege angeboten. Höhepunkt der Zirkuswoche war dann die Abschlussaufführung am Freitag.