Für Rätselfüchse und kleine Detektive

Benedikt Sommer

Von Benedikt Sommer

Fr, 17. August 2018

Malterdingen

20 Kinder bei der gelungenen Schatzsucher-Aktion mit den Malterdinger Käppeli-Baschi.

MALTERDINGEN. Auf Schatzsuche begaben sich 20 Kinder in Malterdingen. Auf Einladung der Narrenzunft Käppeli-Baschi gingen sie beim Ferienspaß-Angebot der Gemeinde auf eine kleine Entdeckungstour durch den Ort.

Rätselfüchse und detektivische Spürnasen waren gefragt. Denn Bürgermeister Hartwig Bußhardt hatte die Reste eines alten Briefes im Gemeindearchiv entdeckt. Der Käppeli-Baschi, dieser üble, Schabernack treibende Geselle zu Zeiten des 30-jährigen Krieges, hatte doch tatsächlich darin etwas von einem Schatz geschrieben, der in Malterdingen versteckt sei. Nur leider fehlten gerade die Stellen des Schreibens, die sich auf das Versteck der Kostbarkeiten bezogen. Da war die Hilfe der Kinder gefragt. 20 Drei- bis Neunjährige folgten dem Hilferuf des Rathauschefs und übernahmen den Fall. Und der war alles andere als einfach zu lösen.

Denn dieser Schalksnarr schien es darauf angelegt zu haben, ihnen das Aufspüren der Kleinodien so schwer wie möglich zu machen. Glaubte sich manches Kind schon im Eingangsbereich der alten Kirche am Ziel, wurde es sofort eines Besseren belehrt. Kreuz und quer schickte der Haderlump die kleinen Ermittler durch den Ortskern der Weinbaugemeinde. Ein Glück, dass Nicole Eifert-Henselmann, Gaby Seuß und Nathalie Willaredt von den Käppeli-Baschi mit Rat und Tat zur Seite standen. Sehr schwer waren die weißen Markierungen der alten Zehntscheuer vor dem Rathaus zu entdecken, und dort, ganz winzig, der kleine Hinweis einer Brezel. Heidi Wickersheim hielt dafür in der Bäckerei einen Tüte mit kleinen süßen Belohnungen als Wegzehrung bereit, aber stand da auf dem Papier etwas von einem "Medizinmann"? War hier etwa das Schaufenster der Apothekerin gefragt? Und was spielte dort, unter lauter Medikamenten, eine kleine Bank mit Geld für eine Rolle? Munter und meist unverzagt – nur bis endlich der kleine Hinweis unter der Bank vor der Bank gefunden wurde, machte sich eine Weile Ratlosigkeit breit –, arbeiteten sich die kleinen Spürnasen über die alte Schule, den Spielplatz zum Kindergarten, um am Ende im Hof des roten Rathauses fündig zu werden. "Da hätten wir ja gleich dableiben können", meinte eine kleine, erschöpfte Detektivin, aber Spaß hatte es trotzdem gemacht.

Und was war nun in der Kiste? Tja, das bleibt das Geheimnis der fleißigen Sucher und Finder, nur so viel sei verraten: Richtig viele kleine, mit Wasser gefüllte Luftballons waren darunter. Und was mit denen zum Abschluss und zur großen Freude aller Beteiligten geschah, kann sich jeder denken.