Vogtsburg-Achkarren

Garagenbrand greift auf Wohnhaus über – keine Verletzten

Herbert Trogus und Agnes Pohrt

Von Herbert Trogus & Agnes Pohrt

Mi, 09. Januar 2019 um 11:07 Uhr

Vogtsburg

Zwei Motorroller und ein Auto haben in Achkarren bereits lichterloh gebrannt, als die Feuerwehr eintraf. Der Giebel eines angrenzenden Hauses hatte ebenfalls bereits Feuer gefangen.Die Kriminalpolizei Freiburg ermittelt gegen einen 22-Jährigen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.

Zu einem Fahrzeug- und einem anschließenden Gebäudebrand ist es am Dienstag, 8. Januar, gegen 23.30 Uhr an der Schlossbergstraße in Achkarren gekommen. Um 23.24 Uhr ging bei den Feuerwehren die Brandmeldung ein. Gemeldet wurde ein Motorrollerbrand. Als die Achkarrer Feuerwehr am Brandort eintraf, brannten zwei Motorroller sowie ein geparktes Auto in der Hofeinfahrt lichterloh.

Die Flammen hatten von der Garage bereits auf den Dachgiebel des angrenzenden Wohnhauses übergegriffen. Das Haus ist jetzt teilweise unbewohnbar. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Freiburger Kriminalpolizei übernommen.

Brandbekämpfung zunächst schwierig

Auch die Feuerwehrabteilungen Oberrotweil-Bickensohl und Burkheim-Bischoffingen waren nach Achkarren ausgerückt, ebenso die Breisacher Feuerwehr mit dem Drehleiterfahrzeug. Insgesamt waren neun Fahrzeuge mit 69 Mann vor Ort. Die Vogtsburger Abteilungswehren waren mit 45 Mann sowie mit fünf Einsatzfahrzeugen im Einsatz.

Zwei weitere Einsatzfahrzeuge aus Vogtsburg standen mit 23 Mann in Bereitschaft. Außerdem waren das DRK Breisach, die Mitglieder der DRK-Ortsverein von Bischoffingen und Oberbergen und die Polizei vor Ort.Bürgermeister Benjamin Bohn war ebenfalls zum Brandort gekommen. Auch die Drehleiter kam zum Einsatz.

Löscharbeiten bis in die Nacht

Zunächst sei die Bekämpfung des Feuers schwierig gewesen, weil die Feuerwehr nur über die Hofeinfahrt zum Brandbereich vordringen konnte, berichtete der Vogtsburger Gesamtkommandant Harald Vögtle. Um an die Glutnester zu kommen, mussten auch Teile des Daches abgedeckt werden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Bewohner des Hauses hatten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können.

Durch die starke Hitze- und Rauchentwicklung wurden Teile des Wohnhauses stark beschädigt. Die Erdgeschoss liegende Wohnung sei unbewohnbar, berichtete Vögtle. Gegen 1.30 Uhr waren die Löscharbeiten beendet.

Nur durch die schnelle und massive Brandbekämpfung habe man einen Gebäudevollbrand verhindern können, sagte Vögtle. Nach bisherigen Erkenntnissen der Freiburger Kriminalpolizei wurde das Feuer vorsätzlich gelegt. Ermittelt werde derzeit gegen einen 22-jährigen Deutschen, der im Verdacht steht, den Brand gelegt zu haben. Er soll früher mit einem der Hausbewohner in Beziehung gestanden sein, erfuhr die Badische Zeitung auf Nachfrage.

Nach ersten Einschätzungen geht die Polizei von einem hohen Sachschaden aus. Genauere Angaben zu Schadenshöhe konnte die Polizei am Mittwoch allerdings noch nicht machen.