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13. November 2017 23:19 Uhr

Messer & Gabel

Das neue Konzept des "Lebemann" kommt an

Zuletzt setzten Pächterwechsel der einstigen "Coffee Factory" in Freiburg-Herdern arg zu. Nun gibt es einen Neustart. Der neue "Lebemann" ist Frühstückslokal, Restaurant und Bar in einem.

  1. Der „Lebemann“ in Herdern: Frühstückslokal, Restaurant und Bar in einem. Foto: Anna-Lena Gröner

  2. Ulrich Gretzmeier, Chef des Restaurants "Lebemann" an der Habsburgerstraße 110 im Stadtteil Herdern, serviert einer Kundin Flammkuchen mit Pulled Pork. Foto: Ingo Schneider

Diese Gastwirtschaft an der Habsburger Straße ist eigentlich ein unkaputtbarer Freiburger Klassiker. Doch in den letzten Jahren setzten Pächterwechsel der einstigen "Coffee Factory" arg zu. Seit September jedoch zeichnet sich eine erfreuliche Entwicklung ab: Der 33-jährige Gastronom Ulrich Gretzmeier hat die Lokalität in Herdern übernommen, sie "Lebemann" getauft und ihr ein neues Konzept verpasst (Fotos von der Eröffnung des "Lebenmann"). So wie es aussieht, kommt das gut an.

Der "Lebemann" will ein "Restaurant mit Bar-Feeling" sein

"Wir sind jetzt kein Café mit Kuchen mehr, sondern ein Restaurant mit Bar-Feeling", sagt Gretzmeier. Das sieht man: rotsamtene Hocker an der ausladenden Bar, altes Holzparkett mit Schachbrettmuster, sanierte Backsteinmauern, Flat-Screen-Bildschirme für Fußballübertragungen.

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Im "Lebemann" gibt es nun Frühstück, einen kleinen Mittagstisch mit zwei Gerichten sowie die Abendkarte. "Alles hausgemacht", sagt Gretzmeier, "vom Kartoffelsalat bis zur Sauce." Im Angebot ist viel Badisches und auch ein klein wenig Italienisches. Zum Topseller entwickelt sich gerade das gegrillte Bauernmischbrot (von der Herdermer Bäckerei Weber) mit Pulled Pork, zerlaufenem Schweizer Bergkäse und hausgemachter Chili-Aioli (8,90 Euro) – ein mächtiges Stück belegtes Brot, nach dem ein Birnenschnaps vom Weingut Gretzmeier (mit dem Geschäftsführer nur sehr weitläufig verwandt) nötig wird.

Beim anonymen Testbesuch an einem Freitagabend ist der Laden gut gefüllt, die Stimmung angenehm entspannt. Das Original Wiener Schnitzel (13,90 Euro) sind zwei einwandfreie Stücke paniertes Kalbfleisch mit genügend Sauce, die Pommes schön dünn und knusprig, man könnte aber auch Kartoffelsalat, Spätzle oder Brägele dazubekommen.

Eine Eigenkreation ist der Flammkuchen mit Pulled Pork, zerlaufenem Käse und Chili-Aioli (8,50 Euro) – ungewohnt, aber gut, wobei der Belag fast zu üppig ist für den zarten Flammkuchenteig. Spät am Abend dann mixt Ulrich Gretzmeier Cocktails mit vollem Körpereinsatz.

Fazit : Sympathisch runderneuertes Traditionslokal für viele Gelegenheiten und mit prima Preis-Leistungs-Verhältnis.
"Lebemann"

Habsburgerstraße 110

0761/29 08 59 76
http://www.lebemann-freiburg.de

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag

9 bis 24 Uhr

Freitag und Samstag

9 bis 2 Uhr

Sonntag

ab 9 Uhr; warme Küche durchgehend von 9 bis 22 Uhr

Frühstück gibt’s Montag bis Freitag, 9 bis 11.30 Uhr, sowie Samstag und Sonntag, 9 bis 15 Uhr.

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Autor: Simone Lutz