Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
13. Dezember 2011
Messer & Gabel
Die neue Kantina auf dem Güterbahnhofareal
In die einstige Eisenbahnerkantine ist wieder Leben eingezogen. Ein neues Wirteteam will auf dem Güterbahnhofareal mit deutscher Küche punkten.
Beim alten Güterbahnhofareal zeigt Freiburg ein weniger bekanntes Gesicht. Außer Sichtweite vom Münster und Rathaus fühlt es sich zwischen alten Lagerschuppen im Stadtteil Brühl-Beurbarung doch recht rauh und ruppig an. Aber der Weg hierher kann sich – auf jeden Fall kulinarisch – lohnen: In die einstige Eisenbahnerkantine ist wieder Leben eingezogen. Nach aufwendiger Renovierung ist Ende November das Restaurant "Die Kantina" an den Start gegangen.
An eine Kantine erinnert hier allerdings nichts mehr. Das Restaurant empfängt seine Gäste mit warmen Farben. Man sitzt an dunklen Holztischen in gemütlicher Atmosphäre. Auf dem Speiseplan steht deutsche Küche – erweitert durch "Happas". Das ist die selbst kreierte badische Antwort auf spanische Tapas: zum Beispiel Krautwickel, Maultaschen, Lauchquiche, selbst gemachte Nudeln mit Bröselbutter oder, als kalte Variationen, karamellisierter Ziegenfrischkäse, eine Räucherforellenstulle oder Tafelspitzsalat. "Happas" gibt’s zu je drei Euro einzeln als kleinen Snack oder als Beilage zum Hauptgang. Beim Testbesuch gab’s vorneweg selbst gebackenes Brot mit hausgemachtem Aufstrich, als Hauptgang zwei schmackhafte Rinderrouladen mit Rotkohl und dazu Brägele mit Speck für angemessene 13 Euro. Gut gelungen waren auch die selbst gemachten Bandnudeln mit Ziegenkäse-Carbonara (9 Euro). Eine große Apfelschorle kostete 2,90 Euro, ein großes Pils ebenfalls.
Werbung
Hausgemachtes aus regionalen Zutaten, das hat sich das Kantina-Team auf die Fahne geschrieben. Am Herd steht Sebastian Jurisch, früher Küchenchef im "Paradies" (Stühlinger). Die Geschäftsführung übernehmen mit ihm zusammen Charlotte Kleitsch und Zlatko Osmanhodzic.
Im Angebot ist auch einen Mittagstisch mit zwei täglich wechselnden Gerichten (vegetarisch: 7 Euro, mit Fleisch: 8 Euro) und ein Salatbuffet. Sonn- und feiertags gibt’s ab 9.30 Uhr ein Frühstücksbuffet.
Wovon die Bahnarbeiter in ihrer Kantine früher höchstens träumen konnten, ist das neue lauschige Kaminzimmer im hinteren Teil des Gebäudes. Es ist für Feierlichkeiten und Veranstaltungen gedacht. Für die warme Jahreszeit ist Barbecue im Biergarten geplant.
Fazit: Das Lokal überzeugt mit hochwertiger Kost zu einem fairen Preis.
Öffnungszeiten: täglich von 11.30 bis 14 Uhr sowie 17 bis 1 Uhr (kein Ruhetag). Sonntags Frühstücksbuffet ab 9.30 Uhr.
Autor: niv
