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08. November 2011 17:42 Uhr
Wechselndes Menü
Gastwirt kooperiert mit 17 Winzern aus der Region
In Schelingen bietet ein Restaurant über Monate hinweg ein wechselndes Menü mit jeweils 2 Weinen aus der Region an. Was es mit dem Projekt auf sich hat, erklärt Stephan Köpfer im Interview
Gaststätten und Winzer kooperieren öfters. Dass ein Restaurant über Monate hinweg insgesamt 17 Winzergenossenschaften und Weingüter aus der Region in seinen Räumen präsentiert, hat es am Kaiserstuhl wohl noch nicht gegeben. Stephan Köpfer von der "Sonne" in Schelingen hat sich dieses besondere Projekt ausgedacht. Mit ihm sprach BZ-Redakteur Gerold Zink.
BZ: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, über einen längeren Zeitraum jeden Abend ein viergängiges Menü anzubieten, zu dem es jeweils 2 Weine von 2 Winzern aus der Region gibt?
Köpfer: Bei einem guten Essen und einem passenden Wein sind wir innerhalb unserer Familie auf viele und so auch auf diese Idee gekommen. Die 5 Monate kommen daher, dass wir so vielen Gästen wie möglich dieses Angebot bieten möchten, um die Vielfalt von Küche und Keller zu präsentieren.
BZ: Wann startet die Aktion und wie lange dauert sie?
Köpfer: Die Aktion startet am 10. November und dauert bis Anfang April 2012. Alle 2 Wochen wechseln das Menü und die Winzer. Dieses wird auf unserer Internetseite ausgeschrieben. Das Menü gibt es abends von Donnerstag bis Montag.
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BZ: Wer stimmt die Speisen und die Weine aufeinander ab?
Köpfer: Da meine Schwester ausgebildete Sommelière ist und wir oft im kleinen Kreis mit den Kombinationen aus meinen Speisen und ihren ausgesuchten Weinen experimentieren, wollen wir diese Ergebnisse auch an unsere Gäste weitergeben.
BZ: Woher kommen die Winzer? Wer ist mit von der Partie und wer hat sie ausgesucht?
Köpfer: Die Winzer sind alle aus der Region. Wir haben einige berücksichtigt, die auch auf unserer Weinkarte vertreten sind und zu denen wir ein sehr partnerschaftliches Verhältnis haben. Mit von der Partie sind die Weingüter Salwey, Gleichenstein und Bercher-Schmidt (alle Oberrotweil), Landerer (Niederrotweil), Probst (Achkarren), Gregor und Thomas Schätzle sowie Leber (beide Schelingen), Trautwein (Bahlingen), Schwarzer Adler (Oberbergen), Köbelin und Kiefer (beide Eichstetten), Bercher (Burkheim), Blankenhornsberg (Ihringen), Hermann (Altvogtsburg), Abril (Bischoffingen) sowie die Winzergenossenschaften Oberbergen und Sasbach.
BZ: Besprechen die Winzer ihre Weine selbst?
Köpfer: In der Regel nicht. Die Weine werden im Vorfeld mit den Winzern abgestimmt. Auch werden Weine, die wir nicht auf unserer Karte führen, sowie die eine oder andere Rarität ausgeschenkt. Sicherlich werden uns die Winzer in unserem Restaurant besuchen.
BZ: Was kostet so ein Weinmenü und muss es vorbestellt werden?
Köpfer: Das 4-Gänge-Menü kostet inklusive der Weine 44 Euro. Um Vorbestellung wird gebeten, das Menü kann jedoch auch im Restaurant spontan bestellt werden.
BZ: Gibt es für Gäste von außerhalb einen Fahrdienst?
Köpfer: Gerne bieten wir unseren Gästen einen Heimfahrservice an. Dieser sollte bei der Reservierung angesprochen werden.
BZ: Mit welcher Resonanz auf das Angebot rechnen Sie?
Köpfer: In erster Linie freuen wir uns darüber, dass es möglich ist, mit so vielen Winzern tolle Weinabende zu gestalten. Unser Ziel ist es, unseren Gästen mit regionalen Produkten eine Freude zu bereiten. Schön wäre es, wenn viele Genießer dem Angebot folgen.
BZ: Welches Menü und welche Weine erwarten die Besucher zum Start am 10. November?
Köpfer: Gänseleberterrine auf Apfelcarpaccio / Schwarzwälder Bachsaibling auf geräucherten Meerrettich-Berglinsen / Zweierlei vom Stallhasen mit Herbstgemüse und hausgemachten Salbeinudeln / Apfelpfannkuchen mit hausgemachtem Haselnusseis. Die Weine kommen vom Weingut Salwey in Oberrotweil und dem Weingut Probst aus Achkarren. Momentan ist meine Schwester Eva-Maria noch dabei, die besten Kombinationen zu finden.
Autor: Gerold Zink



