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23. Januar 2012 10:51 Uhr

Ziel: Wellness mit vier Sternen

Toni Schlegel kauft Hotel "Luisenhöhe" in Horben

Neues vom Hotel auf der Luisenhöhe in Horben: Toni Schlegel, Inhaber mehrerer Freiburger Lokale, will das Haus zu einem Wellness-Hotel für gehobene Ansprüche rausputzen.

  1. Benannt ist das Haus nach Großherzogin Luise von Baden. Foto: Andreas Peikert

In wenigen Monaten soll das Hotel auf der Luisenhöhe zu neuem Leben erweckt werden: Nachdem ein Investor aus Pforzheim mit seinem Vorhaben scheiterte, das Anwesen in eine Nobelherberge in für zahlungskräftige Reiter zu verwandeln, wechselte die Immobile zum Jahresanfang erneut ihren Besitzer. Jetzt will Toni Schlegel, Inhaber mehrerer Freiburger Lokale, das in die Jahre gekommene Gebäude zu einem Wellness-Hotel für gehobene Ansprüche rausputzen.

Der neue Chef auf der Luisenhöhe hat vor, das Anwesen mit Hilfe einer modernen Wellness-Landschaft für ein Publikum attraktiv zu machen, das auf dem malerisch gelegenen Höhenzug oberhalb von Freiburg die Seele baumeln lassen möchte. Mit der Detailplanung wurde das Büro des in Horben wohnenden Architekten Detlef Sacker beauftragt. Vorgesehen ist, dass neben dem bereits vorhandenen Hallenbad auch mehrere Saunen sowie ein Dampfbad zur Aufwertung des Hotel- und Gastronomiebetriebes beitragen. Verändert und verbessert wird das Übernachtungsangebot. Aus den bisher vorhandenen eher kleinen 45 Zimmern sollen nach dem Umbau 32 deutlich vergrößerte und modern eingerichtete Räume entstehen. Darüber hinaus ist auf dem weitläufigen Grundstück die Errichtung von Tiefgaragenplätzen angedacht. Nicht in Frage komme eine Überbauung der Wiese direkt vor dem Anwesen. "Der freie Blick in die Ferne ist einmalig und soll auch so bleiben", betont Schlegel.

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Ziel sei es, das künftige Vier-Sterne-Hotel sowohl für Auswärtige als auch für Einheimische attraktiv zu machen. Nach wie vor werde das wegen seiner herrlichen Aussicht auf die Vogesen, Freiburg und den Schauinsland bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebte Ausflugslokal auch eine Gartenwirtschaft haben. Der neue Besitzer geht davon aus, dass wegen der beiden vorhandenen Sälen nicht nur Hotel- und Tagesgäste die Luisenhöhe ansteuern werden, sondern das besondere Ambiente auch vermehrt zu Familienfeiern, Kongresse und Tagungen genutzt wird.

Keine konkrete Auskunft will Schlegel zur Kaufsumme des Objektes machen. Preis gibt er nur, dass die Luisenhöhe für eine "siebenstellige Summe" ihren Besitzer wechselte. Schlegel meint, dass zumindest der Gastronomie-Betrieb mit bewirtschafteter Gartenterrasse zum Sommer diesen Jahres aufgenommen werden kann. Spätestens an Silvester 2012 sollen nach vollendeter Zimmersanierung und Fertigstellung des Wellness-Bereiches auch die Korken zur Einweihung des dann komplett sanierten Komplexes knallen. Toni Schlegel ist einer der bekanntesten Köpfe in der Freiburger Gastronomie-Szene. Neben dem Greiffenegg-Schlössle gehören ihm auch das Deutsche Haus, der Ganter-Brauerei-Ausschank am Münsterplatz und Webers Weinstube in der Freiburger Wiehre.

Rundweg positiv beurteilt Otto Rees vom Tourismusverein Horben die sich abzeichnende Veränderung auf der Luisenhöhe. Da es bisher lediglich im "Raben" eine kleine Anzahl an Gästebetten für Kurzzeiturlauber gibt, erhofft sich der Chef des Tourismusvereins eine zusätzliche Bereicherung für den Tourismus in der 1000-Seelen-Gemeinde am Schauinsland.

Die Luisenhöhe

Das 1896 gebaute Hotel ist nach der Großherzogin Luise von Baden benannt. 1906 brannte das Gebäude vollständig aus, der Grund konnte nicht ermittelt werden. Der damalige Besitzer aus Freiburg hatte das Gebäude erst ein halbes Jahr zuvor erworben.Nach dem Wiederaufbau entwickelte sich der Betrieb gut. Unter anderem wurde die Luisenhöhe im Lauf der Zeit von der Stadt Freiburg erworben, die es an die Brauerei Feierling weitergab. Bis vor kurzem war das Hotel im Besitz der Badischen Friedhofsgärtnergenossenschaft und ging dann an private Besitzer weiter.

Autor: Andreas Peikert