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24. März 2010

Genusswandern in Südbaden

Weingut Weber in Ettenheim: Die Strauße wurde zur Gutsschänke

GENUSSWANDERN IN SÜDBADEN (8): Im Weingut Weber in Ettenheim kann man bereits seit 1999 das ganze Jahr einkehren.

  1. Ein Höhepunkt im Jahr: Hoffest im Weingut Weber. Das nächste ist vom 16.bis 18. Juli. Foto: SANDRA DECOUX-Kone

1948 begann es – vom Jechtinger Stammsitz der Webers aus – mit 250 Nußbäumen. Nach 1968 folgten die Reben, und 1975 errichtete Sohn Werner Weber mit Frau Margot das Weingut oben am Rand der Weinberge. Was dort abgefüllt wird, ist seit 1978 in einer der ersten Straußenwirtschaften überhaupt zu genießen – und das mit einer befreienden Sicht auf Rheintal und Vogesen.

Inzwischen sind die drei Kinder eingestiegen: Sohn Michael setzt die Winzertradition mit mehrfach ausgezeichneten Weinen fort, Tochter Angelika, 2002/2003 Breisgauer Weinprinzessin, kümmert sich fachmännisch um das "Büroleben", während Schwester Stefanie, Restaurantfachfrau und Küchenmeisterin, und ihr Lebensgefährte Matthias Fährmann die kulinarische Seite der Gutsschänke prägen.

Auch die einstige Strauße hat sich gehörig entwickelt: 1985 wurden "aus der Art Garage" größere Gasträume, seit 1999 hat man die Konzession als Gaststätte, um nun das ganze Jahr über die Gäste bewirten zu können. 2003 wurde die Terrasse ausgebaut. Nach weiteren Veränderungen im Gastraum und der Modernisierung der Küche eröffnete im Ende 2004 das Restaurant Webers Gutsschänke.

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Auch wenn in der Küche nun Profis mit besten Referenzen wirken, gibt es weiterhin auch Bodenständiges: Winzervesper mit hausgemachter Wurst, Bibiliskäs mit selbstgemachtem Brot oder Wurstsalat. Die Speisekarte bietet aber auch Leckerbissen wie etwa gebratene Jacobsmuscheln, Kalbskotelett mit Rahmpilzen oder gebratene Wolfsbarschfilets mit Safransoße.

Seniorchef Werner Weber, stets mit Hut, sorgt dafür, dass sich die Weinkunde an Geschichten und Geschichtle humorvoll entlangrankt wie seine Reben über dem ehemaligen Erzbergwerk Barbara. Klar ist, dass es in der Gutsschänke nur eigenen Wein gibt. Aber das ist nun wirklich kein Nachteil.Weingut Weber: Geschäftsführer: Werner, Margot und Michael Weber, Im Offental 1, 77955 Ettenheim, Tel. 07822/ 8948-0, http://www.weingut-weber.de
Öffnungszeiten: ganzjährig, Mittwoch bis Samstag von 11.30 bis 14 Uhr und ab 17 Uhr, Sonn- und Feiertage ab 11.30 Uhr, Montag und Dienstag Ruhetag, außer an Feiertagen
Anfahrt: B 3 von Ringsheim, rechts ab nach Ettenheim, erste Straße rechts. Vom Bahnhof Orschweier 2 km, von Bushaltestelle in Ettenheim 1,5 km zum Weingut.

DIE TOUR

DIE TOUR

Einmal hoch zum Heuberg
Länge: 4,5 km, Höhenmeter: 40 m. Am Weingut gehen wir den Weg hoch und passieren den großen Baum. Am Rand der Rebfläche mit Blick auf Rheintal und Vogesen wandern wir etwa 1 km auf grasigem Weg. Dieser stößt auf einen Asphaltweg, den wir abwärts gehen bis zum Denkmal, das an die Flubereinigung und das Doggererzbergwerk erinnert. Dort rechts und nach kurzem Stück links. Der asphaltierte Weg führt, leicht steigend, durch

Streuobstwiesen hoch ins Rebland. Auf der Kuppe links zum Aussichtsturm Heuberg (Gaststätte, Sitzplätze draußen, Montag Ruhetag). Hinunter bis zur Wegkreuzung, dann links und nach knapp 100 Meter rechts runter. Man kommt wieder auf den asphaltierten Hinweg. Zurück wie zuvor, doch nach dem Denkmal halten wir uns rechts und nach 30 Metern links. Weg führt direkt wieder zum Weingut.  

Autor: bz

Autor: Bernd Serger