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08. November 2011
Wo schon Napoleon logierte
Das "Gasthaus zur Tanne" im historischen Ortskern von Opfingen feiert dreifaches Jubiläum.
Es ist weit über die Grenzen Opfingens hinaus bekannt als eine der ersten Adressen zur Spargelzeit: das Gasthaus "Zur Tanne" mitten im Ort. Dieses Jahr steht noch ein Höhepunkt an: Die "Tanne" feiert in diesem Monat Jubiläum.
Wirtin Brigitte Elmlinger hat derzeit gleich drei Jubiläen, auf die sie anstoßen kann. Erstens: Seit 225 Jahren existiert das Gasthaus, zweitens: sie führt es seit 30 Jahren und drittens: es ist seit 60 Jahren Wohnsitz ihrer Familie. Das schmucke Gasthaus, eines der historischen Bauten im Ortskern, ist gerade in der Spargelsaison Anzugspunkt für viele Gäste, die aus ganz Deutschland und sogar aus Frankreich anreisen.
Das hat Tradition: Auch der französische Feldherr und Kaiser Napoleon hat schon in einem der gemütlichen Gästezimmer des Hauses übernachtet und in der Stube gegessen. Der urige Charme der "Tanne" ist vor allem in einer der beiden Gaststuben gut zu spüren; hier sind noch Täfelungen und die originalen Decken- und Wandbemalungen zu sehen, die anno 1912 von Hand aufgetragen wurden.
Frisch sind hingegen die Zutaten der saisonal ausgerichteten Küche. Zur Spargelsaison gilt die "Tanne" für Spargelliebhaber aus der Region als ein "Muss", selbst Küchen-Granden wie Sternekoch Alfred Klink vom Freiburger Colombi-Hotel sieht man hier manchmal sitzen und Spargel ordern. Im Herbst und im Winter liegt der Fokus dagegen auf Wildgerichten. In der Küche ist dafür ein Team zuständig, das seit Jahren zusammen arbeitet. Der Küchenchef, der seit 23 Jahren dabei ist, hat sich auch das spezielle Jubiläumsmenü ausgedacht: Wildconsommé mit hausgemachten Kürbisravioli, geschmorter Rinderroularde und Eierlikör-Amarettinicreme.
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Vom 9. bis 20. November wird zusätzlich zur Speisekarte ein herbstliches Drei-Gänge-Menü offeriert. Das Rezept ist selbst historisch: Das Menü kommt aus dem Familienrezeptbuch der Elmlingers, die bereits in dritter Generation das Gasthaus führen.
Autor: Desirée Rosemann


