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18. Dezember 2008 16:06 Uhr
Geringe Resonanz
Gebühren-Boykott an der Musikhochschule gescheitert
An der Freiburger Hochschule für Musik gibt es keinen Boykott der Studiengebühren: Nur 88 Studierende haben sich am Protest beteiligt – 117 wären nötig gewesen.
Bis Donnerstag hatten lediglich 88 Studierende ihre 500 Euro auf ein Treuhandkonto eingezahlt. Das Quorum, also die nötige Teilnehmerzahl, um die Aktion fortzusetzen und tatsächlich zu einem Boykott zu machen, lag bei 117 Studierenden. Nun wird das Geld doch noch an die Hochschulverwaltung überwiesen.
An der Musikhochschule endete die Rückmeldefrist für das kommende Semester bereits am Montag dieser Woche – und damit deutlich früher als an allen anderen Freiburger Hochschulen. 534 Studierende lernen an der Musikhochschule, reguläre Gebühren müssen aber nur gut 400 von ihnen zahlen, weil Aufbau- und Austauschstudenten zum Teil befreit sind.
"Ich sehe das Ergebnis nicht nur negativ", sagt Matias Pérez. Er studiert Geige und hat den Protest mit organisiert: "Auch wenn der Boykott gescheitert ist, zeigt die Beteiligung, dass die Gebühren nicht generell akzeptiert sind." An der Musikhochschule gebe es keine große Protest-Tradition. Während der Boykott-Vorbereitungen seien aber viele gute Diskussionen über Studiengebühren entstanden. "Die Unzufriedenheit ist groß", sagt er, "obwohl es natürlich auch Befürworter gibt." Heute wollen die Aktiven sich zusammensetzen und überlegen, wie sie jetzt weiter machen, sagt Pérez: "Vielleicht organisieren wir eine Podiumsdiskussion – und unterstützen die anderen Freiburger Hochschulen bei ihrem Boykott."
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An vier der fünf Freiburger Hochschulen haben Studierende dazu aufgerufen, die Gebühren für das Sommersemester zu boykottieren, sie haben sich zu der Kampagne "Gebührenfrei" zusammengeschlossen. Von einem Erfolg an der Musikhochschule hatten sich die Initiatoren an der Universität, der Pädagogischen Hochschule und der Katholischen Fachhochschule eigentlich einen Motivationsschub erhofft.
An der Evangelischen Hochschule haben sich Studierende und Hochschule inzwischen darauf verständigt, 15 Prozent der Gebühren für soziale Belange der Studierenden zur Verfügung zu stellen.
Autor: thg
