Mit Gewinn leben

So können Sie mit Schneeräumen Steuern sparen

Jörg Strötzel

Von Jörg Strötzel

So, 13. Januar 2019 um 15:30 Uhr

Haus & Garten

Kümmert sich ein gewerblicher Räumdienst, ein Hausmeisterservice oder der Hausmeister um die Beseitigung von Eis und Schnee, können die Kosten von der Steuer abgesetzt werden.

Der Januar mit seinen Schneemassen in Bayern sorgt für gewaltige Behinderungen. Kilometerlange Staus, viele Flugausfälle, geschlossene Schulen und erhöhte Lawinengefahr sind die Folge. Der intensive Schneefall stellte nicht nur den städtischen Räumdienst vor große Herausforderungen.

Aufgrund der in Deutschland geltenden Räum- und Streupflicht kamen auch viele Hauseigentümer beim Schneeschippen ordentlich ins Schwitzen. Denn Bürgersteige müssen in der Regel werktags von 7 Uhr bis 20 Uhr geräumt und gegebenenfalls gestreut werden, an Sonn- und Feiertagen ab 8 Uhr morgens.

Kümmert sich ein gewerblicher Räumdienst, ein Hausmeisterservice oder der Hausmeister selbst um die Beseitigung von Eis und Schnee, können die Kosten für den Winterdienst immerhin von der Steuer abgesetzt werden.

Der Winterdienst zählt steuerlich gesehen zu den haushaltsnahen Dienstleistungen. Somit können 20 Prozent der Lohnkosten, maximal aber 4000 Euro pro Jahr geltend gemacht werden. Wichtig für die Anerkennung seitens des Fiskus ist, dass auf der Rechnung des Dienstleisters die Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten separat ausgewiesen sind und die Rechnung per Überweisung bezahlt wurde.

Die Aufschlüsselung der Kosten ist deshalb so wichtig, weil Materialkosten wie die Ausgaben für Streumittel nicht abgesetzt werden dürfen. Mieter und Eigentümergemeinschaften können die Kosten für den Winterdienst in der Regel der Nebenkostenabrechnung entnehmen oder den Hausverwalter um eine Bescheinigung bitten.

Jörg Strötzel ist Steuerberater und Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Lohnsteuerhilfe. Die VLH erstellt für Mitglieder die Einkommensteuererklärung. Beratungsstellen: http://www.vlh.de