Gelebte Nachbarschaft im Zeitbank-Plus-Projekt

Herbert Trogus

Von Herbert Trogus

Do, 12. Juli 2018

Vogtsburg

Der Achkarrer Krankenverein St. Georg zog eine positive Bilanz.

VOGTSBURG-ACHKARREN. Vom Achkarrer Krankenverein wurde 2009 das erste Zeitbank-Plus-Projekt Deutschlands ins Leben gerufen. Die Vorteile dieses Projekts waren ein zentrales Thema in der Jahreshauptversammlung des Krankenvereins St. Georg.

Die Vorsitzende Hedwig Zähringer berichtete, dass es inzwischen auch in Deutschland einen Dachverband für die "Zeitbank-Plus" gebe, dem sich noch weitere Vereine aus Baden-Württemberg angeschlossen hätten.

Über die Vorteile von Zeitbank-Plus informierten dann ausführlich einige Mitglieder aus dem Vorstandsteam des Krankenvereins. Bei dem Zeitbank-Plus-Projekt unterstützen sich die Menschen gegenseitig. Durch gelebte Nachbarschaftshilfe und Nächstenliebe ermöglichen sich die Vereinsmitglieder, dass sie möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden leben und in der Ortsgemeinschaft integriert bleiben können.

Der Stundentausch für die verschiedensten Dienste wie Briefkasten leeren, Gartenarbeiten, Blumenpflege oder Fahrdienste funktioniere einwandfrei, berichtete die stellvertretende Vorsitzende Rosemarie Maske.

Vereinsrechnerin Maria Oude-Holtkamp erzählte von begeisterten Mitgliedern, die beim Installieren vom Smartphone oder für das Surfen im Internet, Unterstützung von anderen Mitgliedern erhalten hatten.

Rückblick: Schriftführerin Kordula Rauch berichtete über die Vereinsaktivitäten in den vergangenen drei Jahren. Unter anderem trafen sich die Mitglieder mit Kirchenbesuchern aus benachbarten Ortsteilen zu Krankengottesdiensten, die von den Pfarrern Claus Trost und Pfarrer Lukec zelebriert wurden. Nach dem Gottesdienst gab es Infonachmittage im Pfarrsaal.

Rechnerin Oude-Holtkamp berichtete über ein kleines Plus in der Vereinskasse. Die Rechnerin informierte, dass man dem Kindergarten zur Nikolausfeier Weckmänner gespendet und dem Altenwerk eine Vogtsburg-Rundfahrt mit dem Badenova-Bähnle ermöglicht habe.

Mitgliederstruktur: 95 Mitglieder gehörten dem Krankenverein St. Georg zum Jahresende 2017 an. Vor drei Jahren waren es 92 Mitglieder gewesen.



Ausblick: Im August sollen die monatlichen Stammtischtreffen wieder beginnen. Die Termin wird im örtlichen Nachrichtenblatt veröffentlicht. Die Vorsitzende Zähringer stellte den Antrag auf die Erweiterung des Vorstandsgremiums um fünf weitere Beisitzer, dem die Versammlung zustimmte.



Wahlen: Gewählt wurden jeweils für vier Jahre als Beisitzer: Marion Kamradek, Markus Rieger, Barbara Kentischer, Benedikta Henninger und Regina Holzer. Für die ausgeschiedene Carmen Schaffhauser wird Irmgard Isele dem Gremium angehören.