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14. Januar 2012
Neue Besitzer filetieren die Hukla Holding
Marke und zwei Werk verkauft / Was passiert in Gengenbach?.
GENGENBACH. Die Marke Hukla sowie die beiden zu dem Gegenbacher Traditionsunternehmen gehörenden Polstermöbelwerke in Mecklenburg-Vorpommern und Polen sind verkauft. Die Unternehmensgruppe von Matthias van Roij und Richard Seelen, die erst im September 2011 den Polstermöbelhersteller Hukla gekauft hatte, hat sich mit Wirkung von Freitag, 13. Januar, schon wieder von einem Teil der Neuerwerbung getrennt. Wie es mit dem Gegenbacher Stammwerk mit rund 280 Mitarbeitern weitergeht ist noch offen. Die Hukla Matratzen GmbH in Haslach mit rund 90 Mitarbeitern ist nach Firmenangaben von der Transaktion nicht betroffen.
"Die bislang unter dem Dach der Hukla Holding geführte Torgelower Polstermöbel GmbH und die Hukla Polska Sp. Z.oo mit insgesamt rund 300 Mitarbeitern werden in die Polipol-Unternehmensgruppe eingegliedert", teilt die Kanzlei Nickert in Offenburg, welche die Hukla Holding bei der Transaktion beraten hat, auf ihrer Homepage mit. Die Unternehmensgruppe Polipol ist laut Eigenauskunft ein führender Hersteller von Polstermöbeln. Sitz ist seit 2010 das niedersächsische Diepenau. Von hier aus werde die europaweit agierende Unternehmensgruppe mit ihren Tochterunternehmen im In- und Ausland gelenkt. Führung, Entwicklung, Verwaltung und Kundenkommunikation befinden sich in Diepenau. Die Marke Hukla GmbH sowie die beiden ehemaligen Hukla-Werke erweitern nun die Produktpalette und die Fertigungsmöglichkeiten von Polipol. Die Gengenbacher Polstermöbel GmbH mit ihren 280 Mitarbeitern, die schon seit September nicht mehr das Wort Hukla im Namen führt, wird künftig Auftragnehmer von Polipol sein, teilt Matthias van Roij auf Anfrage am Freitag mit.
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Warum seine Unternehmensgruppe die beiden Werke und die Marke Hukla so schnell weiterveräußerte, begründet van Roij schlicht mit dem Interesse von Polipol. Inwieweit ein Sanierungsplan für das Unternehmen, das vor zehn Jahren noch rund 2000 Mitarbeiter am Standort Gengenbach beschäftigte und seither eine Insolvenz, zwei Besitzerwechsel mit jeweiliger Reduzierung der Belegschaft erleben musste, damit gescheitert sei, wollte der Diplom-Kaufmann auf dem belgischen Oud-Turnhout nicht kommentieren. Wie es am Standort Gengenbach weiter gehen soll, würden die nächsten Monate zeigen. "Das müssen wir jetzt in Ruhe analysieren", so Matthias von Roij.
Er verweist darauf, dass die Hukla Matratzen GmbH in Haslach von der Transaktion nicht betroffen sei. Deren Geschäftsführer Ulrich Gaupp freut sich über einen seit sechs Jahren "konstant stabilen Geschäftsverlauf" und hofft jetzt, nach dieser Transaktion, auf "ruhigeres Fahrwasser".
Autor: Ralf Burgmaier
