RAUSGEFISCHT: "Was für eine Provinzposse"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 26. Juni 2018

Gengenbach

Diskussion über den Hubschrauber-Landeplatz.

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Der Nordracher Unternehmer Erwin Junker will am geplanten, neuen Firmenstandort in Gengenbach einen Helikopterlandeplatz bauen. Dagegen gibt es Widerstand, der bis vor dem Gericht ausgefochten wird ("Die Angst vor dem Helikopter" /BZ vom 23. Juni, Seite 3). Auch im Internet wird intensiv diskutiert.
Michael Riedle: Was für eine Provinzposse mal wieder ... Es wird sich doch nun sicher eine Gemeinde finden, die der Firma Junker ein gutes Angebot für einen anderen Standort macht.
Anton Hoffmann: Gerade ländliche Gebiete wie Gengenbach können sich wirklich freuen, wenn starke Unternehmen sich ansiedeln, Arbeitsplätze schaffen und an Ausbildungen für Schüler/innen stark interessiert sind. Ganz zu schweigen von den bereits erwähnten Nebeneffekten. Ausgehend davon, dass der Hubschrauberbetrieb nur tagsüber stattfindet (und wohl nicht stündlich ab- und abfliegt), kann man sich doch nur darüber freuen.
Werner Ketterer: Und was macht man, wenn man in der Nähe einer Notfallklinik wohnt?
Stefan Bauer: So ein Quatsch! Um ein solches Unternehmen erfolgreich zu führen, ist Mobilität wichtig. Der Hubi fliegt nicht bei Nacht und auch nicht alle Stunde. So what? Das Vorgehen erscheint nicht rational nachvollziehbar.
Lena Warten: Ein Armutszeugnis, dass sich so viele Menschen nicht darüber im Klaren sind, was ein Unternehmen wie Junker der Region bringt. Weltmarktführer mit über 1400 Mitarbeitern und ein Erwin Junker, der seine Werte vertritt und ständig investiert – auch in die Ausbildung junger Leute. Man sollte ihm zugestehen, gewisse Wege mit dem Heli zurückzulegen. Immerhin ist er mittlerweile 85 Jahre alt. Aber er ist immer noch motiviert – trotz der vielen Stänkerer.