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07. Juli 2011

Zwischen derb und poetisch

Elsässischer Mundartabend.

GENGENBACH. Lediglich ein paar Plusgrade fehlten der ausverkauften Veranstaltung im Innenhof des Gengenbacher Rathauses, der passenden und stimmigen Kulisse für diesen Abend des Gengenbacher Kultursommers im Zeichen der elsässischen Mundart.

Ein perfektes Timing: Regenschauer, Regenbogen ein trockener Auftakt mit dem elsässischen Liedermacher und Poeten, René Egles begleitet vom "weltbesten" Gitarristen, so Egles, Jean-Paul Distel. Sein Gitarrenvirtuosentum stellte Distel beim Lied über Irland auf seinem Instrument eindrucksvoll unter Beweis. Mit Liedern wie "D’Schlappe vum Pappe", welches das Publikum zum mitsingen hinriss, von seinem geliebten Elsass, dem Flammenkuchenland, spannte Egles den Bogen bis hinüber zum Jazz aus New Orleans, zur irisch-keltischen Musik, aber auch zum Leben und Hoffen in Gaza. Die Lieb und der Erhalt der "Muettersproch" kam bei seinen kleinen Gedichten zum Ausdruck.

"Veränderungen im Läwe" waren das Thema von Huguette Dreikaus. Da stand sie auf der kleinen Bühne, die große Kabarettistin, ein Orkan der elsässischen Sprache, humorvoll, derb, treffend und gerne auch recht frivol schilderte sie das Leben zwischen Jung und Alt, "zwische hit und frieher", ihre Lieb zu alten Liedern "un was debi passiert isch, und wie mir vun der Werbung verarscht wäre". Das Publikum dankte mit Lachsalven und kräftigem Applaus.

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"Gengenbach elsässelt" war der Abend überschrieben, ein hurmorvoller, unterhaltsamer Abend, der die Beziehungen zwischen Hüben und Drüben des Rheins beleuchtete, eine Bereicherung des Gengenbacher Kultursommers.

Autor: Karl Lorenz