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07. August 2012 11:40 Uhr

Urteil in Freiburg

Gericht: Beamte dürfen schon heute bis 67 arbeiten

Viele Arbeitnehmer stöhnen angesichts der Rente mit 67 – doch es gibt auch gegenläufige Bestrebungen: Das Freiburger Verwaltungsgericht hat nun entschieden, dass Beamte bis zum Alter von 67 Jahren arbeiten dürfen, wenn sie wollen.

  1. Gute Nachrichten für arbeitswütige Beamte: Sie können ab sofort bis 67 in Aktenbergen wühlen. Foto: ArTo / Fotolia.com

Beamte dürfen ihren Ruhestand bis zum Alter von 67 Jahren hinausschieben, wenn keine dienstlichen Gründe dagegen sprechen. Das hat das Verwaltungsgericht Freiburg entschieden (5 K 751/12).

Nach Auffassung des Gerichts hat die Dienstrechtsreform des Landes im Jahr 2010 bisherige Regelungen geradezu umgekehrt. Sei bisher die Verlängerung der Dienstzeit nur ausnahmsweise bei begründetem Interesse des Landes möglich gewesen, sei nun der Staat verpflichtet, Gründe zu nennen, die einem Hinausschieben des Beginns für den Ruhestand entgegenstünden. Eine rechtswidrige Ablehnung eines solchen Antrags wäre auch eine europarechtswidrige Diskriminierung bezüglich des Lebensalters, teilte das Gericht am Dienstag mit.

Land geht ins Berufungsverfahren

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Das Land hat inzwischen einen Antrag auf Zulassung der Berufung beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim gestellt.

Derzeit läuft im Südwesten schrittweise die Anhebung des normalen Pensionsbeginns von 65 auf 67 Jahre. Entscheidend ist der Geburtstag der Staatsdiener. Je nach Alter gestaffelt müssen die Beamte länger arbeiten, bis der Jahrgang erreicht ist, für den die neue Grenze 67 gilt.

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Autor: dpa


7 Kommentare

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Martin Bitdinger

Registriert seit: 21.04.2012

Kommentare: 206

07. August 2012 - 12:19 Uhr

Beamte dürfen arbeiten.
Schon klar.
Aber welcher Beamte will schon ;-)

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Stefan Diekmann  

Stefan Diekmann

Registriert seit: 15.12.2011

Kommentare: 54

07. August 2012 - 12:27 Uhr

Muss ja zumindest einen geben, der da geklagt hat ;)

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Reiner Arnold

Registriert seit: 29.07.2010

Kommentare: 374

07. August 2012 - 12:30 Uhr

... die haben doch alle schon mit 58 ihren Burnout. Übrigens - auch die DPA nähert sich immer mehr dem Beamtentum, der Artikel ist ja dermaßen sperrig geschrieben, könnte glatt aus einem Amt kommen.

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Bert Pavel

Registriert seit: 19.07.2012

Kommentare: 328

07. August 2012 - 15:32 Uhr

Ich habe einen sehr großen Bekanntenkreis darunter viele Staatsdiener,
also Beamte. Kein einziger ist noch im Dienst, aber alle unter 60 Jahre!!

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Tim Braun

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 43

07. August 2012 - 18:39 Uhr

@Bert Pavel,

diese Stammtischthesen glaubt ihnen hoffentlich keiner. Ich bin selbst Beamter und ich kenne keinen der vor 60 in Pension geht. ( Vollzugsbeamte)

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Bert Pavel

Registriert seit: 19.07.2012

Kommentare: 328

08. August 2012 - 00:10 Uhr

Herr Tim Braun das glaube ich Ihnen aufs Wort, denn Sie sind ja lebenslang hinter Gittern und kaum in der Öffentlichkeit.
Glatte Ironie von mir.

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Gelöschter Nutzer #914291

Registriert seit: 30.03.2012

Kommentare: 629

08. August 2012 - 01:58 Uhr

Gibt doch bestimmt 'ne Statistik, welche Beamten-Typen (Verwaltung, Polizei-Feuerwehr-Justiz, Post-Telekom-Bahn, Lehrer) in welchem Alter und aus welchem Grund aus dem Dienst scheiden ?

Der vom Bild ist doch bestimmt der Kläger, so eifrig und hingebungsvoll wie der seinen 'Aktenstapel' bearbeitet. *g*

@ Martin Bitdinger

Der, der daheim 'nen Drachen und/oder nur 'ne Briefmarkensammlung und keinen Kleingarten als Ausgleich hat.

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