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05. Juli 2012 14:11 Uhr

Freiburg

Gernot Erler kandidiert wieder für den Bundestag

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Gernot Erler will bei der Bundestagswahl 2013 erneut für seine Partei im Wahlkreis antreten. Bei den vergangenen vier Wahlen errang Erler das Freiburger Direktmandat.

  1. Gernot Erler bewirbt sich erneut um ein Bundestagsmandat. Foto: Ingo Schneider

Die SPD-Kreisverbände Freiburg und Breisgau-Hochschwarzwald begrüßen Erlers Entscheidung für eine erneute Kandidatur. Der 68-Jährige gehört seit 1987 dem Bundestag an. 2009 hatte der Freiburger MdB das einzige SPD-Direktmandat in ganz Süddeutschland geholt. Seit 2009 ist er auch stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Von 2005 bis 2009 amtierte Erler als Staatsminister im Auswärtigen Amt.

Der Freiburger SPD-Politiker setzt für 2013 auf einen Politikwechsel in Berlin und auf eine rot-grüne Bundesregierung. Er sei hoch motiviert, die Grundlagen für einen solchen Wechsel zu schaffen und inhaltlich an dem künftigen Regierungsprogramm mitzuwirken. Wörtlich erklärte Erler: "Ich bin bereit, meine Erfahrung und mein Wissen in den Wahlkampf 2013 einzubringen und erneut politische Verantwortung zu übernehmen." Ein Wahlerfolg 2013 hänge wegen der bisherigen Überhangmandate für die CDU/CSU auch von der Zahl der Direktmandate für die SPD ab.

Hier sieht Gernot Erler in Freiburg für sich gute Chancen, erneut das Direktmandat zu erkämpfen. Dabei verwies er laut Pressemitteilung auf seine dichte Präsenz im Wahlkreis, auf den engagierten Einsatz seines Bürgerbüros und auf seine Arbeit als verlässlicher Partner von Stadt und Region. Für diese Ziele erhielt Erler die Zustimmung nicht nur der beiden Kreisvorsitzenden Walter Krögner (Freiburg) und Thomas Mengel (Breisgau-Hochschwarzwald), sondern auch von der ganzen Versammlung.

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Gernot Erler wurde 1944 in Meißen in Sachsen geboren und ist in Berlin aufgewachsen. An der Freien Universität Berlin hat er Geschichte, Slawische Sprachen und Politikwissenschaft studiert. Er arbeitete als Verlagsredakteur und bis 1979 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Osteuropäische Geschichte der Universität Freiburg. Von 1980 bis 1987 war er Leiter des Dreisam-Verlags. Seit 1970 ist Gernot Erler Mitglied der SPD, vier Jahre lang war er Vorsitzender des SPD-Ortsvereins im Freiburger Stadtteil Tiengen und von 1977 und 1987 SPD-Kreisvorsitzender.

Erler hat sich als Außenpolitiker und als Osteuropa-Experte einen Namen gemacht. Er fungiert unter anderem als Vorsitzender des Deutsch-Bulgarischen Forums, als Präsident der Südosteuropa-Gesellschaft und Vorsitzender der West-Ost Gesellschaft Südbaden.

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Autor: Joachim Röderer


13 Kommentare

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Gregor Mohlberg  

Gregor Mohlberg

Registriert seit: 10.07.2009

Kommentare: 262

05. Juli 2012 - 15:20 Uhr

Der Politikwechsel von dem Gernot Erler spricht, ist im wesentlichen ein PATEIENWECHSEL... Schröder/HartzIV und Fiskalpakt/ESM wurden gemeinschaftlich von der Wahlliste "Märkte&Profit" getragen, bestehend aus CDU-SPD-GRÜNE-FDP... Politkwechsel würde bedeuten, dass - anders als bisher - die soziale Entwicklung der Gesamtgesellschaft wieder in den Mittelpunkt rückt, Reiche nicht immer Reicher werden, die Banken nicht den Alltag bestimmen, Bildung und Demokratie eine zentrale Stellung einnehmen, schlicht eine nachhaltige Politik für die Mehrheit der Menschen gemacht wird... Wer das auch so sieht, müsste sich von SPD und Grünen lösen, nach Alternativen im politischen Angebot suchen und nicht mit den Worten "ach wird schon irgendwann" in die Wahlkabine gehen und sein Kreuzschen wieder besseres Wissen bei der SPD machen...

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Kai Fischer  

Kai Fischer

Registriert seit: 17.09.2009

Kommentare: 1186

05. Juli 2012 - 16:27 Uhr

@ Gregor Mohlberg:

Gut gebrüllt, Löwe!
Ihre Kritik ist nicht ganz von der Hand zu weisen.
Nun würde mich aber interessieren, wo Sie "Alternativen im politischen Angebot" nicht nur "suchen", sondern auch tatsächlich FINDEN - und vor allem: wo sind ERNST ZU NEHMENDE Alternativen?

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Theodor Heussmann  

Theodor Heussmann

Registriert seit: 25.03.2010

Kommentare: 1779

05. Juli 2012 - 17:04 Uhr

Herr Fischer, bei "DIE LINKE" natürlich. Die einzige deutsche Partei, welche sich um das Wohl des Menschen kümmert, keinerlei interne Querelen und Skandälchen hat.

Alles zum Wohle des deutschen Volkes, der Zukunft zugewandt.

Freundschaft!

Th. Heussmann

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Rainer Brombach

Registriert seit: 11.11.2011

Kommentare: 856

05. Juli 2012 - 18:56 Uhr

Es ist schon ein Treppenwitz der Geschichte, dass sich ausgerechnet die Linke als einzige etablierte Partei gegen den Demokratieabbau, den auch Gernot Erler eifrig betreibt, zur Wehr setzt.

Fast noch lächerlicher ist allerdings, dass sich Erler erneut zur Wahl stellen will. Was hat er denn noch vor? Will er vier Jahre lang auf Kosten der Steuerzahler sein Pensionärsdasein teils in der quirligen Hauptstadt verbringen. Dem Bundestag scheint er persönlich schließlich keine besondere Bedeutung mehr zugestehen zu wollen. Ist er doch ein glühender Befürworter, dass zukünftig ein Wohlfahrtsausschuss genannt Gouverneursrat die Geschicke des Landes bestimmt.

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Roman Weingardt  

Roman Weingardt

Registriert seit: 02.12.2010

Kommentare: 3198

05. Juli 2012 - 22:35 Uhr

"Herr Fischer, bei "DIE LINKE" natürlich. Die einzige deutsche Partei, welche sich um das Wohl des Menschen kümmert..."

Bis dahin stimmmt´s Genosse Heussmann.

"Alles zum Wohle des deutschen Volkes, der Zukunft zugewandt"

Stimmt ja schon wieder!

DIE LINKE braucht Männer wie SIE!

Einen sozialistisch-kämpferischen Gruß
von Ihrem Gesinnungsfreund

Roman Che Weingardt

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Michael Basket  

Michael Basket

Registriert seit: 30.07.2009

Kommentare: 1207

06. Juli 2012 - 10:19 Uhr

@ Herr Brombach, Sie schrieben: "(...) Will er vier Jahre lang auf Kosten der Steuerzahler sein Pensionärsdasein teils in der quirligen Hauptstadt verbringen." Dazu bräuchte er sich nicht nochmal wählen lassen, Er hat das pensions-alter schon längst erreich, er ist nämlich schon 68 Jahre alt. Aber statt sich zurückzuziehen, möchte er weiterhin Verantwortung übernehmen. Aber egal was ein Politiker macht, ist eh falsch......

@ Herr Mohlberg, Brombach: Lassen Sie sich doch zur Wahl stellen. Dann können Sie, anhand Ihrer Wahlergebnisse, ja sehen ob die Allgemeinheit Ihrer meinung ist. Aber da ich das Ergebnis schon kenne, wird wahrscheinlich der Wähler zu doof sein den Zusammenhang zu sehen und deshalb wieder falsch wählen, oder?

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

06. Juli 2012 - 10:32 Uhr

Ich war noch SPD-Mitglied, als Erler nach der Wahl, bei es letztlich zu einer grossen Koalition unter Merkel kam, in einer Versammlung tönte, dass er nie im Leben Merkel wählen würde.
Dann wurde ihn angeboten, Staatsminister im Aussenministerium zu werden (was im Prinzip ein Staatssekretärsposten ist, aber aus protokolltechnischen Gründen heisst es im Aussenministerium Staats"minister". Minister klingt eben besser als Sekretär), und schon fiel er um.

Jetzt sieht er halt die Chance, in einer Rot-Grünen Regierung, so sie denn kommt, vielleicht sogar einen "echten" Ministerposten abzugreifen als altgedienter Parteisoldat.

Ach ja, in der Zeit, da er Staatsminister war, hat er sich in seinem Wahlkreis extrem selten blicken lassen.

Erler ist ein Teil des Systems, wegen dem ich die SPD tief enttäuscht verlassen habe.

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Michael Basket  

Michael Basket

Registriert seit: 30.07.2009

Kommentare: 1207

06. Juli 2012 - 11:00 Uhr

@ Herr Meierhofer: Das stimmt nicht! Wenn Sie damals wirklich SPD-Mitglied gewesen wären, wüßten Sie, dass Gernot Erler bei der Mitgliederversammlung in Freiburg von den Mitgliedern per Wahl aufgefordert wurde, für die Große-koalition (also auch für Merkel) zu stimmen. Er hat in seinem Shclusswort bei dieser Versammlung gesagtt, dass er sich dem Votum beugen werde. Er aber zu Protokoll gebe, dass er dies nicht aus persönlicher Überzeugung mache. Oder waren Sie bei der Versammlung in der ehem. Pizzeria, Lehenerstraße 134, nicht dabei? Desweiteren war Gernot Erler MIN. 14 tägl. persönlich in seinem Büro in der Günterstalstrasse anwesend und zu sprechen. Da ich damals in diesem Büro teilweise mitgearbeitet habe, kann ich das bezeugen.

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

06. Juli 2012 - 12:08 Uhr

Nein Herr Basket, mein Erlebnis der besonderen Art war bei einer Delegiertenkonferenz in eine Räumlichkeit in der Escholzstrasse, Schule o.ä.
Da sprach er sich vehement gegen Merkel aus.

Und zum Thema Anwesenheit im Wahlkreis: bis zu meinem Austritt war ich auf mindestens 4 SPD-Veranstaltungen, bei denen Erler seine schon zugesagte Teilnahme nicht einhielt.

Und den Staatsminister hat er trotzt seiner gegenteiligen Überzeugung aber dann auch gerne gemacht, oder hat er sich da auch nur "einem Votum gebeugt"?

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Michael Basket  

Michael Basket

Registriert seit: 30.07.2009

Kommentare: 1207

06. Juli 2012 - 12:25 Uhr

@ Herr Meierhofer: Warum er das Amt als Staatsminister dann wirklich angetreten hat, kann ich nicht sagen. Aber ich denke, er dachte sich: "So kann ich wenigstens was mit meiner Arbeit bewirken.". Selbstverständlich ist es so, dass nicht immer alle Termine eingehalten werden können. Das geht anderen MdB´s aber nicht anderst..... Ich habe Gernot Erler aber in den letzten Jahren, obwohl ich schon länger nicht mehr in seinem Büro tätig bin, als sehr präsent im wahlkreis wahrgenommen. Sicherlich mehr, als in seiner Zeit als Staatssekretär. Aber als "einfacher" Abgeordneter hat man auch einfach mehr Zeit in seinem Wahlkreis präsent zu sein. Ich denke das er viel zeit im Wahlkreis verbringt. Aber da kann sich ja jeder selbst sein Bild drüber machen......

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Kai Fischer  

Kai Fischer

Registriert seit: 17.09.2009

Kommentare: 1186

06. Juli 2012 - 12:48 Uhr

Das so beliebte Politiker-Bashing der Politik-Verdrossenen kann nach dem selben Muster nun hier weitergeführt werden:
http://www.badische-zeitung.de/schaeuble-kandidiert-erneut-fuer-den-bundestag

;-)

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Peter Schneiderhahn  

Peter Schneiderhahn

Registriert seit: 25.11.2011

Kommentare: 497

06. Juli 2012 - 14:19 Uhr

@Hr. Fischer,

da jaben Sie wohl recht! Vielleicht kann man die BZ dazu überreden, die Kommentare von hier einfach zu dem Schäubleartikel zu kopieren... gut... hier und da müßte mal ein Name oder Parteibezeichnung angepasst werden, aber ansonsten würde es ziemlich genau passen! ;-)

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Gregor Mohlberg  

Gregor Mohlberg

Registriert seit: 10.07.2009

Kommentare: 262

09. Juli 2012 - 10:29 Uhr

Sicher wird sich auch die DIE LINKE in Freiburg zur Wahl stellen und ein gewohnt gutes Ergebnis bekommen... Schließlich sind wir in Freiburg zusammen mit anderen sehr aktiv, insbesondere im Kampf gegen Privatisierungen und Mietpreisstiegerungen... Fakt ist aber leider auch, dass immer weniger Menschen wählen gehen... d.h. es wählen am Ende die strammen ParteigängerInnen und weniger die, die von der aktuellen Politik - auch der SPD (Schröder, Große Koalition, HartzIV, Afghanistan, ESM/Fiskalpakt usw) mehrfach enttäuscht wurden...@Michael Basket

Wie auch immer... @Kai Fischer ...
die LINKEN machen seit vielen Jahren gute und kritische Opposition... Vieles finden sie unter http://www.linksfraktion.de - Was das die Alternative angeht und vor allem die "ernsthafte"... DIE LINKE wird sicher nicht allein regieren, sondern wenn zusammen mit anderen... Hier hat sich gezeigt, dass insbesondere die Grünen und die SPD oin Regierung schnell vergessen haben wo die Prioritäten zu legen sind... Einführung von HartzIV, Kein Mindestlohn, Kein Verbot von Unternehmensspenden, Senkung des Spitzensteuersatzes, schlechte Bankenaufsicht, Ausweitung der Aktivitäten von Hedge-Fonds, Abschaffung der Vermögenssteuer, keine Millionärststeuer und jetzt zusammen mit der Regierung der ESM/Fiskalpakt - Unter Strich eine Politik für die Reichen und Superreichen, anstatt für "Hinz-und-Kunz"... Das ist mehr als Schade und das begründet insbesondere die Notwendigkeit einer starken LINKEN Opposition ODER NOCH BESSER ein starkes LINKES Korrektiv in einer etwaigen Regierung...

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