Geschäftsfeld Umwelttechnik

Gerhard Walser

Von Gerhard Walser

Di, 21. August 2018

Kreis Emmendingen

BZ-FERIENAKTION: Die Wehrle-Werk AG hat sich von der einstigen Kesselschmiede zum innovativen Unternehmen entwickelt.

EMMENDINGEN. Mit einem Firmenareal von knapp 40 000 Quadratmetern prägt die Wehrle-Werk AG die Emmendinger Innenstadt seit über 150 Jahren. Die einstige Kesselschmiede hat sich längst zum modernen Unternehmen für Abfallbehandlung und Wasseraufbereitung gemausert. Was und wie hinter den Mauern des Werks produziert wird, das können BZ-Leserinnen und -leser am Donnerstag, 10 Uhr, bei einer exklusiven Führung im Rahmen der Ferienaktion erfahren.

Vielen Emmendinger verbinden das Werk noch mit jener Zeit, als große Dampfkessel mit dem Werkszügle oder auf großen Tiefladern durch die Straßen transportiert wurden. Das ist lange her. Die Schienen der Werksbahn sind abgebaut und nur noch selten verlässt ein großer Kessel für Heizkraftwerke das Firmengelände an der Bismarckstraße.

Wehrle hat sich angepasst an die neuen Erfordernisse im Anlagenbau und ihr Portfolio konsequent neu ausgerichtet. Mit derzeit rund 180 Mitarbeitern behauptet sich das von Heiner Steinberg geführte Familienunternehmen mit innovativen Lösungen im Bereich der Energie- und Umwelttechnik erfolgreich am Markt und unterhält heute Geschäftsbeziehungen in 40 Ländern auf fünf Kontinenten. Mit Wehrle-Produkten können beispielsweise Fabriken ihre Abfälle in Biogas oder über eine thermische Verwertung in elektrische Energie und Wärme umwandeln. So wurde von Wehrle etwa die mechanisch-biologische Abfallbehandlung an der Kreis-Deponie Kahlenberg (ZAK) maßgeblich mitentwickelt.

Hochleistungs-Abwasserbehandlungsanlagen sorgen weltweit dafür, dass stark verschmutzte Abwässer zuverlässig gereinigt und wiederverwertet werden. Kunden sind bekannte Unternehmen wie L’Oréal, Unilever oder Novartis. Dabei geht der Trend weg von Großanlagen und hin zu kleinen, dezentralen Lösungen, die teilweise im Werk entwickelt und vor Ort montiert werden.

Die zentrale Lage am Rande der Emmendinger Innenstadt bringt die Wehrle-Werk AG auch immer wieder in die Diskussionen über die künftige Stadtentwicklung – zuletzt im Zusammenhang mit den Plänen für das Kaufhaus-Kraus-Areal. Auch dazu gibt es beim Rundgang durch die Werkshallen und das Betriebsgelände für die Teilnehmer Gelegenheit zum Austausch. Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt, doch es sind noch Plätze frei.

Anmeldungen an die BZ-Redaktion (per Mail: redaktion.emmendingen@badische-zeitung.de oder Telefon: 07641/5809 5630).

Treffpunkt für die Teilnehmer ist am Donnerstag, 23. August, 10 Uhr, am Haupteingang in der Bismarckstraße 1-11 in Emmendingen.