Gesucht: Badens beste Architekten

Helmut Seller

Von Helmut Seller

Mi, 12. September 2018

Offenburg

Grossmann Group und Mitstreiter aus der Baubranche loben den "Badischen Architekturpreis" aus / Landrat Scherer ist Schirmherr.

OFFENBURG. Was ist gute Architektur? Antworten auf diese Frage soll der "Badische Architekturpreis" geben, der vom Kehler Architekten Jürgen Grossmann initiiert wurde und von Landrat Frank Scherer als Schirmherr unterstützt wird. Das Besondere an dem Preis, der 2019 erstmals in sechs Kategorien vergeben wird: Die Bevölkerung ist aufgerufen, sich aktiv mit V

orschlägen einzubringen. Wem ein Bauprojekt gefällt, kann es einreichen. Erwünschter Nebeneffekt: Baden und besonders die Ortenau bekannter zu machen.

In der Ortenau gibt es für Architektur den Hugo-Häring-Preis und die Auszeichnung "Beispielhaftes Bauen" der Architektenkammer – beide werden von Fachjurys vergeben. Zwar wird auch beim Badischen Architekturpreis ein Gremium aus renommierten Experten die Bewerbungen filtern und eine Auswahl treffen, doch der Ansatz von Initiator Jürgen Grossmann ist ein anderer: Jeder dem ein Gebäude besonders gefällt. Das kann laut Jürgen Grossmann ein Baumhaus genauso sein wie ein Einfamilienhaus, eine Sporthalle oder eine Brücke. Voraussetzung ist nur, dass das Bauwerk nach dem Jahr 2000 entstanden ist oder umgebaut wurde. Vergeben wird der Preis in den Kategorien Industrie/Öffentlicher Bau, Privat, Interior Design (Innenarchitektur) und Ingenieursbauwerke. Zudem gibt es einen Nachwuchspreis, bei dem sich junge Architekten und Studenten unter 30 Jahren mit Entwürfen beteiligen können. Ein Sonderpreis wird unter dem Titel "Über Grenzen" für ein Architekturprojekt vergeben, das beispielhaft für vorbildliches deutsch-französisches Miteinander steht. Alle sechs Preise sind mit jeweils 2000 Euro dotiert. Verliehen werden die Preise im Rahmen einer feierlichen Gala am 14. September im Europäischen Forum am Rhein. Auch namhafte Sponsoren wie Duravit, Hansgrohe, Caparol, USM, Alsecco und Freyler unterstützen die Initiative, weitere sind willkommen.

Für Landrat Scherer war es keine Frage, die Schirmherrschaft für den Badischen Architekturpreis zu übernehmen: Besonders überzeugt habe ihn der Ansatz, die Betrachter und Nutzer von Architektur mitbestimmen zu lassen und "die Besten hervorzuheben". Architektur sei nicht nur verantwortlich für die Gestaltung der Siedlungsgebiete und der Landschaft, sie bestimme als Symbiose aus Funktionalität und Ästhetik auch die Qualität von Arbeitsplätzen: "Architektur ist enorm wichtig als Wohlfühlfaktor." Über das Landratsamt in Offenburg etwa sagt Scherer: "Ich würde mir für meine Kollegen etwas anderes wünschen."

Mitmachen kann jeder: Wem ein Gebäude gefällt, der kann es bis Februar 2019 online einreichen über die Homepage des Badischen Architekturpreises. Kategorie aufrufen, kurze Begründung schreiben, auf Wunsch Fotos hochladen – fertig. Alle Infos auf http://www.badap.de