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08. März 2010

Gesundheit als großer Wachstumsfaktor

Sektion Ortenau des Wirtschaftsrats informierte sich über das MediClin Herzzentrum in Lahr .

  1. Professor von Hodenberg bei seinem Vortrag vor dem Wirtschaftsrat. Foto: C. Breithaupt

LAHR (wob). Mit den neuen Erkenntnissen der Kardiologie und Herzchirurgie hat sich die Sektion Ortenau des Wirtschaftsrats am Donnerstag im MediClin Herzzentrum Lahr/Baden beschäftigt. Gesprächspartner waren die Klinik-Professoren Jürgen Ennker und Eberhard von Hodenberg.

Rund ein Dutzend Mitglieder des Wirtschaftsrats waren in das Herzzentrum gekommen, um vom ärztlichen Direktor der Fachklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Professor Jürgen Ennker, sowie dem Chefarzt für Innere Medizin und Kardiologie, Professor Eberhard von Hodenberg, über Herzchirurgie und Kardiologie informiert zu werden. "Die Gesundheit ist ein großer Wirtschafts- und Wachstumsfaktor", sagte Ralph Mühleck vom Wirtschaftsrat bei der Begrüßung. Angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise sei es umso erfreulicher, dass das Herzzentrum eine Erfolgsgeschichte schreibe und zu einer Vorzeigeklinik in Deutschland gehöre, in der jährlich über 6000 Patienten behandelt werden.

Dass sich das MediClin Herzzentrum auf dem Gebiet der Kardiologie zu einer führenden Klinik entwickelt habe, erläuterte Eberhardt von Hodenberg mit zahlreichen Beispielen aus seinem Spezialgebiet. So ziele die Klinik auf die Diagnostik und Therapie rund um alle Erkrankungen des Herzens, angefangen von Herzrhythmusstörungen bis zum Herzinfarkt. Dem Wirtschaftsrat wurde plastisch vor Augen geführt, wie mit modernen diagnostischen Methoden der Kardiologie gearbeitet werde. Themen wie Ballonkatheter und Gefäßstützen (Stents) wurden angesprochen, ebenso die invasiven elektrophysiologischen Untersuchungen, um selbst komplexe Herzrhythmusstörungen herauszufinden. Beruhigend nahmen die Unternehmer und Manager zur Kenntnis, dass für Herzinfarkt-Patienten in der Lahrer Herzklinik eine 24-Stunden-Bereitschaft vorhanden ist, um Gefäßverschlüsse umgehend wieder zu öffnen. Aber auch die Möglichkeit, einen "Manager-Check-Up" durchzuführen, stieß auf großes Interesse bei der Leistungsdiagnostik.

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Überdurchschnittlich gutes Abschneiden in der Qualitätssicherung, das für die Kardiologie gelte, konnte auch Jürgen Ennker für die Herzchirurgie vorweisen. "Transparenz schafft Vergleichbarkeit", sagte der Ärztliche Direktor. Ennker führte das gute Zusammenspiel zwischen Kardiologie und Herzchirurgie zum Wohle der Patienten an, bei dem die Klinik im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz einnehme. Bisher wurden 75 000 Herz- patienten in Lahr behandelt. "Auch für Ihr Herz machen wir uns stark", lautete seine Botschaft an den Wirtschaftrat. Abgerundet wurde die Bilanz der Klinik, die 2000 Patienten operiere, mit einer Leistungsschau, zu der die innovative Herzklappenchirurgie gehörte.

Autor: wob