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18. August 2014

BUCHTIPP

Wo ist der Beweis?

Wie kann ich herausfinden, welche Behandlungen in der Medizin wirklich nützlich und welche schädlich sind? Und warum ist es wichtig, auf solche Belege in der Medizin zu achten? Die Patientin Hazel Thornton, der Arzt Paul Glasziou, die Journalistin Imogen Evans und der Wissenschaftler Iain Chalmers haben über diese Themen ein Buch geschrieben, das Gerd Antes, der Direktor des Deutschen Cochrane Zentrums in Freiburg, übersetzt hat. "Wo ist der Beweis", so der Titel, liest sich teilweise wie ein Krimi, derart gespickt ist das Buch mit Beispielen, bei denen genau diese Beweise gefehlt haben – vom Contergan-Skandal bis Vioxx. Diese Berichte über Medikamente und Therapien, die zu früh, zu schlecht geprüft, zu leichtfertig eingesetzt wurden, belegen die wichtigste Aussage des Buches: Dass es sich in der Regel auch für den Patienten lohnt, die Frage zu stellen: Wo ist der Beweis? Damit er die gesuchten Beweise auch finden kann, gibt ihm das Buch ein paar Hilfestellungen: Was macht eine gute Studie aus? Wann ist ein Ergebnis wirklich aussagekräftig? Was unterscheidet gute von schlechter Forschung? Dank der Antworten auf solche Fragen ist das Buch nicht nur eine Warnung, sondern auch eine wichtige Orientierungshilfe in einer immer komplizierter werdenden Medizin. Und eine hundertprozentige Empfehlung für jeden, der selbst bei der Frage mitreden möchte, welche Therapie für ihn die beste ist.
– Imogen Evans, Hazel Thornton, Iain Chalmers, Paul Glasziou: "Wo ist der Beweis? Plädoyer für eine evidenzbasierte Medizin". 2013, 260 S., 24,95 Euro oder kostenlos im Netz unter:
http://de.testingtreatments.org/

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Autor: mich