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31. Dezember 2010

Was Basel alles anrichtet

Zum fünften Mal gibt der Gastro-Guide "Basel geht aus!" Restaurant-Tipps rund ums Rheinknie.

  1. Foto: BZ

Jetzt gibt es ihn wieder, den Restaurant-Guide "Basel geht aus!": Im stylischen Basler Fabrikrestaurant "Eoipso" wurde die 2011er Ausgabe dieser Tage offiziell vorgestellt. Darin: 120 Gastrotipps rund um das Rheinknie; auch Südbaden und Elsass sind mit 35 Adressen vertreten.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah: Eingefleischten Badenern, die sich beim Ausgehen davon leiten lassen, entgeht in Basel eine ausgesprochen kreative Gastroszene. Besonders viele junge Köche warten dort mit spannenden Küchentrends und moderner Gastlichkeit auf. Daneben locken Traditionslokale, ausgezeichnete mediterrane und asiatische Küchen sowie hochdekorierte Gourmettempel.

Diese bunte Landschaft vorzustellen, macht sich "Basel geht aus!" seit 2006 zur Aufgabe. Jedes Jahr zieht die Redaktion aus, um sich anonym und auf eigene Rechnung bewirten zu lassen. Nichts aufwärmen, alles neu bewerten, heißt dabei die Devise. Das Heft kommt im DIN-A4-Format als Hochglanzmagazin daher, was man als Nachteil sehen kann, denn "Basel geht aus!" passt tatsächlich in keine Manteltasche. Dafür bietet es durchweg muntere und sehr persönlich gefärbte Texte zu den einzelnen Lokalen. Dass vernichtende Kritik fehlt, ist Teil des Konzepts: Denn ums Fertigmachen geht es nicht, sondern darum, zu empfehlen. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Nicht gelobt ist auch getadelt!

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"Basel geht aus!" ist ganz auf die praktische Nutzung ausgerichtet. Nach einleitenden Artikeln über Genusstrends im Dreiländereck sind die Restaurants in Kategorien und Ranglisten eingeteilt. Dass 35 badische und elsässische Lokale dabei sind, weitet den Blick auch bei den Schweizer Lesern. So hat es die Freiburger "Wolfshöhe" auf Anhieb an die Spitze der externen Trendsetter geschafft. Platz 1 auch für das Inzlinger Wasserschloss (Traditionshäuser) und die "Alte Stadtmühle" in Schopfheim (Beizen). Die Gourmetküchen diesseits des Rheins führt die "Traube" in Blansingen an, der "Raben" in Horben ist die beste Speisekarte mit Aussicht.

Mit dem "Geht aus!"-Konzept hat der Zürcher Gourmedia-Verlag eine Marktlücke entdeckt. Längst sind dem Basler Prototypen Titel für Zürich, Tessin und Graubünden gefolgt. Und eine "...kauft ein!"-Reihe gibt es auch schon.

Basel geht aus! 2011: 120 Restaurants neu getestet, Magazin der Gourmedia AG Zürich 2010, 210 Seiten, 14,90 Euro.

Autor: Maikka Kost